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 Plauderecke

öffentlich lesbar

Wunderbare Kraft des modernen Hexeneinmaleins ;-) (öffentlich)

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16.03.26 20:05

Einmal was Positives, anstatt der vorherrschenden Weltuntergangs- und Kriegsstimmung, die hier im Allgemeinen vorzustechen scheint!


Betrachtet doch mal die Welt mit etwas anderen Augen, als mit dem alltäglichen verlogenen Mainstream-Quatsch!


Die Natur bietet genug positive Seiten! Man muss sie nur sehen.

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      30.08.26 20:52

      Die Linde


      Die Linde wird geliebt von den Menschen. Ihr himmlischer Blütenduft verzaubert alle. Sie strahlt Harmonie und Lebensfreude aus und ist der Baum der mittsommerlichen Ekstase. Unter der Dorflinde traf sich die Sippe, die Familie, die Liebenden. Dort fanden Dorffeste und Hochzeiten statt und im geselligen Beisammensein wurde gefeiert. Die Linde vermittelt Heimatgefühle, Zugehörigkeit, Geborgenheit, Schutz und Gesundheit. Zuweilen finden wir unter Linden noch immer eine Sitzbank. Es lohnt sich, sich zu setzen und mit der Linde zu meditieren.


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      13.09.26 21:05

      Die Rosskastanie


      Die Heilwirkung der Rosskastanie liegt vor allem in ihren Samen und der Rinde. Sie enthalten unter anderem Aescin, Flavonoide und Gerbstoffe. Diese wirken venenstärkend, abschwellend und entzündungshemmend.

      Traditionell wird die Rosskastanie bei Venenerkrankungen eingesetzt: bei schweren, müden Beinen, Krampfadern, Hämorrhoiden und Neigung zu Ödemen. Sie verbessert den venösen Rückfluss und reduziert Flüssigkeitsaustritte ins Gewebe.

      Äußerlich angewendet hilft sie bei Prellungen, Zerrungen und Blutergüssen, da sie Schwellungen und Entzündungen mindert.


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      14.09.26 20:32

      Der Feenstein von Machrie Moor


      Machrie Moor ist ein multipler Fundplatz megalithischer Monumente des Neolithikums bzw. der Frühen Bronzezeit. Er befindet sich auf der schottischen Insel Arran.


      Die Menschen nennen ihn den Feenstein, denn es ist ein Stein mit einem Loch in der Mitte, als wäre dies das Zentrum, sein Herz, dass sich wie ein Tor zu einer anderen Welt öffnet. Schon in alten Zeiten wurde dieser Stein von den Druiden und Weisen genutzt, um den Kontakt zu unsichtbaren Kräften zu suchen.


      Man erzählt sich, dass durch diese Öffnung Opfergaben an die Feen und Geister der Anderswelt übergeben wurden. Milch, Honig und Körner wurden hinein gelegt, um Segen und Schutz zu erbitten. In den Nächten des Vollmondes legten die Frauen duftende Kräuter und Blüten in den Stein, als Dank für Fruchtbarkeit, Gesundheit und eine reiche Ernte.


      Es heißt auch, dass der Stein als Schwellenstein diente, wer seinen Blick durch die Öffnung lenkte, konnte einen Moment lang die Schleier lüften, in die Anderswelt hineinsehen, wo die Ahnen wachen und die Zeit stillsteht.


      Die Babys des Dorfes wurden manchmal durch den Stein hindurchgehoben, als Schutzritual gegen Krankheit und Unglück. Verliebte legten ihre Hände durch die Öffnung ineinander, um ihren Bund unter den Augen der Naturgeister zu besiegeln.


      So ist der Feenstein bis heute ein Platz der Übergänge. Er erinnert daran, dass die sichtbare Welt nur ein kleiner Teil des großen Ganzen ist.


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      14.09.26 21:41

      Der Ahorn


      Der Ahorn, in seiner stillen Schönheit oft übersehen, trägt in keltischer wie germanischer Überlieferung subtile, aber tief verwurzelte Bedeutungen.


      Zwar findet er sich selten in den großen Mythen wie Esche, Eiche oder Linde, doch in der Volkstradition lebt sein Geist fort – als Baum des Schutzes, der Lebenskraft und der Unabhängigkeit.


      Ein alter Ahornbaum kann ein Gefühl der Wärme vermitteln, aber es ist eine andere Wärme als die der Fichten oder Tannen. Der Ahorn strahlt Güte aus, etwas Reifes und Süßes, das man durchaus als »jupiterhaft« bezeichnen könnte.


      In der klassischen Antike galt Jupiter als Gott der Ernte und des Reichtums; er ist das Haupt der göttlichen »Tafelrunde«; süßes reifes Obst und berauschende Getränke waren ihm geweiht.


      In der volkstümlichen Magie des Nordens fand der Ahorn eine ähnliche Rolle. Während Esche und Eiche die Götterbäume waren, galt der Ahorn als Baum des Schutzes für Mensch und Tier. Aus seinem Holz fertigte man Amulette, Wiegen oder Türpfosten, um Hexerei, Blitze und böse Geister fernzuhalten.


      Ein Ahornzweig an der Schwelle sollte verhindern, dass Alben, Trolle oder Nachtmahre das Haus betraten. So stand er an der Grenze zwischen den Welten – ein Wächterbaum, still und stark.


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      15.09.26 22:20

      Die Salweide


      Die Weide wächst in feuchten, sumpfigen, kühlen Tälern und Niederungen. Menschen, die an solchen Orten wohnen oder arbeiten müssen (etwa Wäscherinnen), leiden bald an schmerzhaften rheumatischen Erscheinungen. Die Weide hat aber die Kraft, den kalten, nassen Einflüssen zu widerstehen, deswegen hilft ein Tee aus der Rinde dieses Baumes. Inzwischen weiß man, dass Weidenrinde Salicylsäure enthält. Sie ist ein natürliches Aspirin und kann alles, was Aspirin kann: Schmerzen lindern, Blut verdünnen, Fieber senken.


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      16.09.26 19:42

      Die Schwarzpappel


      Die Pappel, vor allem die Zitterpappel oder Espe mit ihren ständig bewegten, »flüsternden« Blättern, ist ein magischer, »weiblicher« Baum. Ihr walisischer Name bedeutet »Baum der Mistel«, denn häufiger als auf anderen Bäumen siedelt sich in der Pappel diese Schmarotzerpflanze an.


      Zusammen mit der Weide, Erle und dem Holunder ist die Pappel einer der Hexen- und Totenbäume. Die Knospen dieses als besonders magisch geltenden Baumes kamen auf jeden Fall mit in die Hexensalben.


      Die Pappel wurde von den alten Griechen geschätzt, da sie die Verbindung zwischen Kosmos und Unterwelt symbolisierte. Ihre schlanken, hoch aufragenden Äste galten als starker Kanal, der himmlische und jenseitige Kräfte miteinander verband.


      In mesopotamischen Gräbern, die über 3000 Jahre alt sind, wurden Streifen der Innenrinde der Pappel bei den Toten um den Kopf gewunden gefunden. Man glaubte, dass sie den Verstorbenen bei der Wiedergeburt unterstützen würden.


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      17.09.26 22:38

      In den Tiefen des Meeres da wohnen sie, die Selkies, Wesen die zwischen zwei Welten wandeln. Im Wasser sind sie Robben, und ihr Fell glänzt wie schwarzgrauer Samt unter dem leuchtenden Mondlicht. Doch wenn die Nacht still und der Mond voll ist, steigen sie an Land, legen ihre Häute ab, und verwandeln sich in wunderschöne Frauen und Männer, mit Augen die so tief sind wie das Meer selbst.


      Auf den Stränden der Hebriden und der Isle of Skye tanzen sie im silbernen Licht des Mondes, singen sie ihre Lieder, die das Herz eines jeden sterblichen Zuhörers betören. Doch ihre Freiheit zwischen den Welten ist immer eine Gratwanderung. Denn wird ihre Robbenhaut gestohlen oder versteckt, so können sie nicht mehr ins Meer zurückkehren. Gefangen in der Menschenwelt, werden sie dann oft zu Ehefrauen, und obwohl sie treu sind, so bleibt ihr Blick immer sehnsüchtig auf die Wellen gerichtet.


      Findet ein Selkie jedoch eines Tages ihre Robbenhaut wieder, so gibt es kein Zögern. Mit einem letzten Blick verlässt der Selkie dann die Welt der Menschen, und kehrt zurück in die unendliche Umarmung des Ozeans, dorthin, wo ihr wahres zu Hause ist.


      So lehren die Selkies uns die Kraft der Freiheit und der Sehnsucht. Sie erinnern uns daran, dass niemand ewig gezähmt werden kann, wenn seine Seele dem Meer gehört.


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      17.09.26 22:58

      Die Eibe


      Die Eibe hat eine dunkle Aura, das kann uns unheimlich vorkommen. Sie durchbricht den Kreislauf des lichten Lebenskreises. Sie gewährt uns einen Blick in die dunkle Seite des Seins – bis hin zum Licht, das im Dunkelsten geboren wird. Hier tut sich die Ewigkeit auf. Das ist eine Ebene jenseits von Raum und Zeit, es ist die göttliche Gegenwart. Das Reich der Quelle ist nicht nur Licht, sondern es ist Alles. Wenn wir nicht mit unserem Wesenskern verbunden sind, haben wir Angst vor der dunklen Seite und vor dem Tod.


      Die Eibe hilft uns, das vollständige Sein in unserem Wesen zu erfahren. Sie ist der Schwellenbaum und zeigt uns den Schlüssel aus den endlosen Kreisläufen heraus. Wir gehören zum Sein, wir sind geborgen im Urgrund, wir sind Teil der Quelle. Wir sind die Quelle. Die Eibe fördert diese heilende, erlösende Erfahrung von Ganzheit.



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      24.09.26 22:21

      Dich selbst zu leben, wahrhaftig und unverstellt, ist ein Akt von tiefer Kraft und Revolution. Ralph Waldo Emerson hat es einst in Worte gefasst, und doch klingt es wie eine zeitlose Botschaft, die uns aus den Tiefen der Seele zuraunt.


      „Du selbst zu sein in einer Welt, die Dich unaufhörlich formen will, ist die größte Errungenschaft.“


      Von Geburt an flüstert uns die Welt zu: "Sei leise, passe Dich an, sei so wie die Anderen, sei doch einfach normal."

      Wenn wir diesen Stimmen zu lange lauschen, beginnen wir uns zu verlieren, machen wir uns kleiner, so lange bis nur noch ein Schatten dessen über bleibt, wer wir wirklich sind.


      Doch die Seele weiß, dass der wahre Sieg darin liegt, sich zu erinnern, wer wir in unserem Innersten sind. Es ist nicht das Bild, das andere von uns haben oder erwarten. Es ist auch nicht die Maske, die wir uns selbst auferlegen, sondern jenes Licht, das leuchtet, wenn niemand hinsieht, dann wenn wir einfach sind.


      Emerson schrieb auch: „Was hinter Dir liegt und was vor Dir liegt, ist nichts im Vergleich zu dem, was in Dir liegt.“


      Diese Worte sind viel mehr als nur Poesie. Sie erinnern uns daran, dass uns die Vergangenheit nicht bindet, und die Zukunft uns nicht gefangen hält. Vielmehr erinnern sie uns daran, dass die wahre Kraft, die wahre Magie, das wahre Schicksal zu jeder Zeit tief in uns selbst ist, und bereit ist jetzt gelebt, gewirkt und gewoben zu werden.


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      28.09.26 19:55

      Reisen


      Reisen ist mehr als das bloße Erkunden neuer Orte, es ist immer auch eine Reise zu sich selbst. Jede Begegnung, ob mit Mensch, Pflanze oder Tier, jede Landschaft, jeder fremde Duft öffnet Tore zu tieferen Ebenen unseres Seins. Die Welt da draußen spiegelt unser Inneres wider, und in den stillen Momenten des Innehaltens erkennen wir, dass wir auf unseren Wegen zugleich einem inneren Pfad des Wachstums folgen.


      Das Verlassen unserer vertrauten Umgebung löst uns aus den gewohnten Mustern. Es zwingt uns förmlich, unsere Komfortzone hinter uns zu lassen. Dadurch gewinnen wir neue Einsichten, und oft erwachen dabei auch vergessene Teile unserer Seele wieder. Das Unterwegssein gleicht so einer spirituellen Reise, auf der wir uns Schicht um Schicht von all dem befreien, was nicht mehr zu uns gehört oder passt, und wir öffnen uns zu gleich für Neues, für jene Anteile in uns, die nun erwachen und wachsen möchten.


      Wenn uns der Wind streift oder der Sternenhimmel uns in seiner Unendlichkeit umhüllt, erkennen wir, dass wir selbst die Wellen des Lebens sind, ständig in Bewegung, formbar und doch mit einem tiefen, unveränderlichen Kern verbunden. Dieser Kern ist unser wahres Selbst, das durch das Reisen immer klarer in unser Bewusstsein tritt.


      Die Verwandlung, die durch das Reisen geschieht, ist nicht immer sofort erkennbar. Doch irgendwann, weit entfernt von den Orten, an denen wir einst verweilten, spüren wir, wie sich unser Herz öffnet und unsere Seele an Tiefe gewinnt. Wir werden zu Wanderern zwischen den Welten, im Außen wie im Innen.


      So lehrt uns jede Reise, loszulassen, uns dem Fluss des Lebens hinzugeben und darauf zu vertrauen, dass jeder Schritt uns näher zu uns selbst führt. In der Weite der Welt erkennen wir die Weite unseres eigenen Wesens und kehren am Ende jeder Reise ein klein wenig verändert zurück.


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      28.09.26 20:28

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      02.10.26 02:09

      Sei gegrüßt und willkommen, Oktober!


      Du schreitest heran wie ein Hüter der Schwelle, gekleidet in Nebel und bernsteinfarbenes Licht. Du öffnest uns das Tor zwischen den Welten, dort, wo die Schatten länger werden und die Stimmen der Ahnen im Wind zu flüstern scheinen.


      Dein Atem legt Magie in jedes fallende Blatt und erinnert uns an den ewigen Wandel. Die Natur zieht ihre Kräfte langsam zurück, die Nächte werden länger und auch wir wenden unseren Blick wieder tiefer nach innen.


      Der Oktober trägt die Magie der Schwellenzeit in sich. Die Verbindung zur geistigen Welt wird spürbarer, altes Wissen rückt näher und mit jedem fallenden Blatt dürfen auch wir leichter werden.


      Öffnen wir uns dieser besonderen Zeit. Lauschen wir den Zeichen, ehren wir unsere Ahnen und folgen wir der alten Magie, die uns Schritt für Schritt auf Samhain zuführt.


      Möge der Oktober uns daran erinnern, dass auch im Vergehen ein tiefer Zauber wohnt.


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      02.10.26 21:08

      Die Eberesche (Sorbus Aucuparia) oder Vogelbeere


      Die Eberesche (Sorbus Aucuparia), oft auch als „Vogelbeere“ bekannt, ist weit mehr als ein gewöhnlicher Baum. Sie trägt den Zauber uralter Zeiten in sich, gehütet in roten Beeren, zarten weißen Blüten und den gefiederten Blättern, die im Wind leise flüstern. Seit Jahrhunderten gilt sie in Europa als Baum des Schutzes, als lebendiges Tor zwischen den Welten, das böse Geister abwehrt und jene behütet, die unter ihrem Schirm verweilen.

      In den keltischen und germanischen Traditionen wurde die Eberesche als heiliger Baum verehrt. In Irland und Schottland galt sie als Wächter, der Häuser, Höfe und Ställe vor dunklen Mächten beschützen konnte. Über Türen oder am Kamin hängte man ihre Zweige, um Unheil fernzuhalten. Auf rotem Faden gefädelte Beeren wurden wie Amulette getragen, ein uraltes Symbol der Abwehr und des Lebensschutzes.


      Doch die Eberesche schenkt uns nicht nur Schutz. Sie ist auch ein Baum der Fruchtbarkeit und des Segens. Man glaubte, dass ihr Wuchs auf fruchtbarem Boden das Land selbst segnet und reiche Ernte einbringt. In den Ritualen der Kelten galten die roten Beeren als Sinnbild des Blutes des Lebens, als Zeichen für den ewigen Kreislauf von Geburt, Tod und Wiedergeburt.


      Ihre magischen Anwendungen sind zahlreich. Ein Kreuz aus Ebereschenholz über der Tür soll das Heim reinigen und sichern, während ein Beutel mit getrockneten Beeren getragen wird, um Herz und Seele zu stärken. In Räucherungen mit Blättern und Zweigen entfaltet die Eberesche ihre reinigende Kraft, klärt Räume und öffnet sie für heilsame Energien. Ihr Holz fand Verwendung in Wünschelruten und Zauberstäben, denen man eine besondere Verbindung zur Anderswelt nachsagte.


      Die Eberesche steht für Übergang und Transformation. Sie wächst selbst auf kargem Boden, trotzt Kälte und widrigen Bedingungen, und lehrt uns, dass auch wir in schweren Zeiten standhaft bleiben, dass Erneuerung immer möglich ist. Deshalb gilt sie auch als Brücke zwischen den Welten. Sie verbindet Himmel und Erde, Materie und Geist, das Sichtbare mit dem Unsichtbaren.


      Zu besonderen Schwellenzeiten wie Samhain oder Beltane war und ist sie ein treuer Begleiter in Ritualen. Man vertraut ihr, wenn man die Tore zur Anderswelt öffnen oder den Schutz der Götter und Ahnen erbitten möchte. In der nordischen Mythologie wurde sie sogar als Lebensbaum verehrt, ein Teil des kosmischen Gleichgewichts.


      Die Eberesche ist ein Hüterbaum. Sie erinnert uns daran, dass uns die Magie immer nah ist, ob in den leuchtenden Beerendolden, im Schatten eines Astes, oder auch im Flüstern der Blätter. Sie verkörpert Schutz, Heilung und tiefe spirituelle Verbindung.


      Ob in alten Kulturen oder in der modernen Naturmagie, die Eberesche bleibt und ist ein machtvoller Baum voller Mysterien. Sie ruft uns ins Bewusstsein, dass die Natur mehr Geheimnisse birgt, als das Auge je zu fassen vermag, und dass jeder Baum, jede Frucht, jedes Blatt Teil des

      großen Liedes ist, das die Welten miteinander verbindet.


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      05.10.26 01:15

      Oktobermorgen


      Es war gestern am frühen Morgen, ein Tag Anfang Oktober. Der Nebel lag noch zwischen den Bäumen, und an den Grashalmen hingen Tropfen, in denen sich das erste Licht fing. Ich blieb stehen, hielt für einen Moment inne, und alles in mir wurde ganz still.


      Die Natur lehrt uns ganz leise. Sie drängt sich niemandem auf und wartet mit einer Geduld, die wir Menschen längst verlernt haben. Der Baum lässt im Herbst seine Blätter fallen, weil er dem Frühling vertraut. Der Bach findet seinen Weg um jeden Stein herum und bleibt dabei weich. Wer lange genug in einen stillen See schaut, erkennt irgendwann sein eigenes Gesicht darin, und wenn wir ehrlich sind, auch ein Stück der eigenen Seele.


      Unsere Ahnen wussten dies alles noch. Für sie war alles in dieser Welt beseelt, sie brachten den Quellen ihre Gaben und hörten auf das, was der Wind ihnen zutrug. Materie ist Geist und Geist ist Materie, und dieses Wissen ist nie ganz verschwunden. Es schläft auch in uns und wacht auf, sobald wir barfuß im feuchten Moos stehen oder die Hand auf eine alte Rinde legen. Dann spüren wir dieses leise Erinnern, das tiefer reicht als jeder Gedanke.


      Die Natur ist unser Spiegel. Alles, was sie uns zeigt, hat seinen Sinn und kommt zur rechten Zeit zu uns, nie zu früh und nie zu spät.


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      06.10.26 00:45

      Das Heidekraut


      ​Das Heidekraut hat eine jahrhundertealte Tradition in der Volksheilkunde und Mythologie. Es gilt seit jeher als Pflanze der inneren Einkehr und des Schutzes.

      ​

      Heidekraut steht in der Bachblütentherapie für die Transformation von innerer Einsamkeit und der Bedrängnis eigener Gedanken hin zu tiefem Einfühlungsvermögen, Ruhe und Unabhängigkeit. Es bringt den Geist zur Ruhe, wenn im Alltag zu viele Reize auf einen einströmen.

      ​

      In der keltischen und nordischen Tradition galt das Heidekraut als Pflanze der Reinigung, Heilung und des Schutzes. Die zarten, aber extrem widerstandsfähigen Blüten symbolisieren Ausdauer und die Fähigkeit, selbst auf kargem, windgepeitschtem Boden Schönheit zu gebären. Es lädt dazu ein, den Ballast des Alltags abzulegen und sich auf das Wesentliche zu besinnen.

      ​

      Auch wenn die Blüte verblüht ist, setzt das Heidekraut durch Sonneneinstrahlung und Wind ätherische Stoffe frei, die subtil beruhigend auf unser Nervensystem wirken.




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      06.10.26 03:10

      Ich kann mir das nicht mehr anschauen!


      Diese ganzen perfekten Bilder.

      Diese Gesichter, die kaum noch nach einem echten Menschen aussehen.

      Diese Körper, an denen nichts mehr so sein darf, wie es eben ist.

      Die Events, die alle mit KI gleich aussehen.


      Und ich spüre darin immer stärker: Diese Welt ruft nach dem Echten.


      Nach einem Lachen, bei dem man die Fältchen um die Augen sieht.

      Nach zerzausten Haaren.

      Nach einem Gesicht, das nicht ständig bearbeitet wird.

      Nach dem Geruch von Regen und feuchter Erde.

      Nach Wind auf der Haut.

      Nach dreckigen Füßen.

      Nach diesem Leben, das manchmal chaotisch ist, aber dafür wirklich gelebt wird.


      Ich glaube, wir haben uns ein bisschen zu weit davon entfernt.


      Davon, einfach jemandem gegenüberzusitzen, ohne darüber nachzudenken, wie man dabei aussieht und ohne Talking Point Liste, die Stille ebenso wie das Gespräch erlaubend.


      Einfach zu reden.

      Zu lachen.

      Auch mal still zu sein.

      Nichts Gespieltes.


      Ich spüre, dass wir uns wieder nach Nähe sehnen.


      Nach Menschen, bei denen man nicht perfekt sein muss.

      Bei denen man nicht immer stark sein muss.

      Bei denen man einfach sein darf.


      Mit allem, was dazugehört.

      Mit den kleinen Macken.

      Mit den Geschichten im Gesicht.

      Mit den Unsicherheiten.

      Mit den Tagen, an denen eben nicht alles schön ist.


      Diese Realität ruft in meiner Wahrnehmung nach mehr Wahrheit.

      Mehr echte Begegnungen.

      Mehr Natur.

      Mehr Stille.

      Mehr Lachen, das einfach passiert.

      Mehr Worte, die wirklich etwas bedeuten.


      Und vor allem auch wieder ein bisschen weniger Handy zwischen uns und dem Leben!


      Denn am Ende sind es doch nicht die perfekten Bilder, an die wir uns erinnern.


      Es sind die Momente, in denen wir wirklich etwas gefühlt haben.


      Ein Blick.

      Eine Berührung.

      Ein gemeinsames Lachen.

      Ein Sonnenuntergang.

      Regen auf der Haut.


      Das echte Leben.

      Heart

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        06.10.26 19:12

        Modron


        Modron ist die große Mutter der Kelten, deren Name selbst „Mutter“ bedeutet. In ihr vereinen sich Ursprung und Wiederkehr, Geburt und Tod, Licht und Schatten, die Übergänge der Jahreszeiten. Sie ist die Verkörperung des ewigen Kreislaufs, jener uralten Weisheit, dass alles, was geboren wird, eines Tages heimkehrt, und dass jede Heimkehr den Samen eines neuen Anfangs trägt.


        Modron trägt das uralte Wissen des Schoßes in sich, in dem alle Geheimnisse ruhen. Sie trägt die Dunkelheit, die das Licht gebiert, und die Stille, die das Lied des Lebens hervorbringt. Sie ist Hüterin des Mysteriums von Werden und Vergehen, und in ihrem Atem liegt die Verheißung von Erneuerung.


        Ihr Wesen ist tief mit der Erde verwoben. Modron ist die feuchte, fruchtbare Erde, die uns nährt. Sie ist das Wasser, das uns reinigt. Sie ist der Wind, der über die Felder zieht und den Wandel bringt. In ihr ruht die Kraft der Ahnen, und wer sich mit ihr verbindet, tritt in den heiligen Strom der Mütter ein, jener Strom der uns alle trägt.


        Sie erinnert uns daran, dass die Dunkelheit nicht nur ein Ende ist, sondern dass sie auch Geborgenheit schenkt, der Schoß, in dem wir genährt werden, bis die Zeit reif ist für einen neuen Anfang, für das Licht. Modron lehrt uns das Vertrauen, uns der Tiefe hinzugeben, auch dann, wenn wir den Weg noch nicht sehen können . Denn aus der Tiefe erwächst das Licht, aus der Leere die Fülle, aus der Stille die Stimme des Lebens.


        Sie ist die große Gebärerin, die Göttin der Schwelle, die uns in die Schatten hinein und zurück ins Licht führt. Sie trägt in sich das uralte Versprechen, dass nichts jemals verloren geht, sondern in den Armen der Mutter ruht, bis es neu geboren wird.


        Wenn wir Modron rufen, rufen wir die Mutterkraft, die uns alle durchdringt. Wir treten ein in den heiligen Rhythmus von Anfang und Ende, und spüren, dass auch wir Kinder dieses ewigen Kreislaufes sind.


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        07.10.26 22:39

        Habt Ihr je darüber nachgedacht, warum Menschen eine Haarsträhne aufbewahren? Vielleicht eine Locke des eigenen Kindes, oder das Haar eines geliebten Menschen. Nun es wirkt als stilles Versprechen, dass die Verbindung niemals vergeht. Und doch ist es weit mehr als ein einfacher sentimentaler Gedanke. Es ist uralte Magie.


        Seit Jahrhunderten erzählen die Überlieferungen der schottischen, irischen und slawischen Völker, dass jedes Haar die Essenz des Menschen in sich trägt. Es ist ein lebendiges Band zur Seele, ein Faden, der das Sichtbare mit dem Unsichtbaren verbindet. Haare sind Erinnerung, Kraft und Schutz zugleich.


        Nicht nur Hexen webten damit ihre Zauber, sondern auch Menschen die ansonsten nichts mit Magie, Hexerei und Zauberei zu tun hatten, flochten ihre eigenen Haare zu Strähnen, banden sie zu Knoten und verbargen sie oft in Mauern, unter den Dielen oder tief im Inneren eines Kamins. Sie waren Schutzzauber für das Haus, Bannungen gegen Krankheit, Unglück und gegen dunkle Mächte. In diesen magischen Haarbündeln lag die Hoffnung, dass die Seele selbst über Menschen, Hab und Gut Wache halte.


        Wir finden heute noch Spuren von dieser Magie. 2016 fand man in einem alten Cottage in Yorkshire, verborgen in einem Kamin, ein Bündel geflochtenes Menschenhaar, welche um Zähne gewickelt, mit Nägel versehen und in Stoff eingehüllt war. Dies war kein Müll, Abfall oder wie wir heute denken würden etwas Abartiges. Es war ein Schutzzauber, der tatsächliche einige Jahrhunderte überdauert hatte.


        In der slawischen Tradition bestimmt auch heute noch der Mondstand, wann einem Kind das erste Haar geschnitten wird, denn der Zeitpunkt des Schneidens sollte sein Schicksal lenken. Liebende im Balkan flochten ihre Strähnen zu Amuletten, um ihre Treue zu besiegeln. In anderen Kulturen wiederum wurde Haar in Gläser eingeschlossen oder auch in Puppen eingenäht, je nachdem, welcher Zauber, welche Magie damit gewirkt und gewebt werden sollte.


        So erkennen wir, dass jedes Haar die Geschichte einer Seele trägt. Ein einzelnes Haar wirkt oft wie ein unscheinbarer Faden, und doch ist es so voller Macht.


        Das nächste Mal, wenn Euch jemand durchs Haar fährt, fragt Euch, ob es Euch wirklich gerade angenehm ist. Fragt auch, wenn jemand ein Haar von Euch möchte, was er oder sie damit vorhat. Denn in der Volksmagie gilt: Alles, was berührt wurde, kann auch aufgeladen sein und werden.


        (Übrigens lange Haare sollen Männern mit langen Haaren Kraft geben! 😉 Also lasst Euch nicht von solchen charakterlichen Würsteln wie z.B.: Oberschwurbler, Julian, etc. .... ärgern!


        Meine, solche Vorurteile sind wirklich Scheiße! Meine Mutter hatte auch so furchtbare Vorurteile wegen männlicher langer Haare und Tätowierungen. Manche sind hier ärger mit ihren Vorurteilen als meine Mutter oder meine Mutter war! Nach meiner Mutter waren alle Menschen, die eine Tätowierung hatten Häfnbrüder. Ist doch nun wirklich lächerlich und zugleich traurig. Es sind doch nicht alle, die eine Tätowierung haben im Gefängnis gewesen.

        Gebe auch gerne zu, dass mir Tätowierungen auch nicht unbedingt gefallen, aber ich halte davon Abstand, was meine Mutter gesagt hat! Und zudem habe ja nicht ich die Tätowierung, sondern diejenigen, die sich stechen haben lassen und sie nun ihr Leben lang tragen müssen.)



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        10.10.26 06:03

        Mögest Du fest mit beiden Beinen auf Mutter Erde stehen, genährt von ihrer uralten Kraft und tief mit ihren Wurzeln verbunden sein, sodass Dich nichts ins Wanken bringen kann.


        Möge Dein Herz frei und ungezähmt schlagen, getragen von der Wildheit Deiner Seele, und das ewige Feuer der Liebe, das in Dir lodert. Möge es ein Leuchten sein, das Dich und Deine Liebsten wärmt und die Welt erhellt.


        Möge Deine Krone weit geöffnet sein, bereit um das kosmische Licht zu empfangen, das Dich durchströmt, Dich stärkt und nährt, damit Du in Klarheit und Weisheit erblühst.


        Möge Liebe und Licht in Dir zirkulieren wie ein heiliger Strom, der alle Schatten umarmt, sie ins Strahlen führt und vereint, sodass Du eins wirst mit Raum und Zeit, mit den sichtbaren und unsichtbaren Welten, in diesem Sein und jenseits davon.


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        13.10.26 10:24

        Eine Indigene aus Vorarlberg spricht über Ahnen, Scheiterhaufen und Identität Europas


        „Valruna Loacker ist Völva, so nennt sie sich selbst: Hüterin der alemannischen Überlieferung. Sie ist Urgroßmutter, trägt immer Tracht und lehrt in Mäder in Vorarlberg, was von unseren Vorfahren geblieben ist.


        Ein Gespräch am Feuer vor einem nachgebauten alemannischen Haus: über die Schöpfung aus dem Nichts, Niflheim, Muspelheim und Ginnungagap, über die wahren Eltern des Menschen, über Scheiterhaufen, Tracht und das Bild von den Barbaren, über Armut im Wohlstand, über das Lied, das wir im Kreis der Völker wieder mitsingen sollen, über die Frage, ob es auch in Europa Indigene gibt, und über die Berge, die für sie heilig sind.


        GRATWANDERUNG ist das Gesprächsformat zum Filmprojekt „Wenn der Berg sich erhebt“: lange, ungeskriptete Gespräche über Ursprung und Wurzeln der Identität im deutschsprachigen Raum. Kein Links, kein Rechts, ein Geradeaus, wie auf dem Grat.


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        14.10.26 13:57

        Unsere Vorfahren haben gespürt, wie viel Weite und Weisheit in diesen Spiralen liegt. Sie trugen für sie den Lauf von Sonne und Mond, das Werden und Vergehen und die Wiederkehr allen Lebens in sich. Schon vor über fünftausend Jahren haben sie Spiralen in die Steine geritzt. Wir finden sie in Newgrange, Knowth und Loughcrew in Irland, auf der Insel Gavrinis in der Bretagne und in den alten Tempeln von Malta.


        Das echte Staunen, dieses Berührtsein im Herzen, verlernen wir nie. Wir vergessen nur manchmal, uns ihm wieder zu öffnen.


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        16.10.26 11:01

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