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 Plauderecke

öffentlich lesbar

Nochmal zu dem Herrn Fuellmich (öffentlich)

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17.05.26 12:31

Weil hier eine Dame ihren Themenbaum alleine fährt und alles löscht, was ihr gerade nicht in den Kram passt


In einem anderen Forum gelesen:https://www.zeitgeistlos.de/zgblog/2025/medienkompetenz-9/comment-page-1/#comment-29416


@Holger

Zitat: « immer das Gegenteil von dem als richtig anzunehmen, was die Regierung über seine Hofberichterstatter verlautbaren ließe«!

Im Prinzip gehe ich seit ™1974 davon aus das dem so ist.

Ich bin immer sehr gut damit gefahren und ich habe »Recht« behalten, wie man heute sehr schön sehen kann.

Natürlich, gibt es seltene Ausnahmefälle, die mit etwas Intellekt, einem guten Menschenverstand und dem nötigem gesellschaftspolitischem Wissen, das ich mir im laufe meines umtriebigem und subversiven Daseins, als subversives Element aneignen konnte, auch herausfiltern lässt.

Seit dem Frühjahr 2020 ist es m.E. gar nicht mehr nötig, da es offensichtlich ist, das die herrschende Klasse uns den Kampf angesagt hat, da sie nicht vor hat, die noch verbleibenden Ressourcen mit uns weiterhin zu teilen.

Die einzig wirkliche Entäuschung, liegt darin, das sich selbst die meisten meiner ehemaligen (linken) Kampfgenossen von mir auf die andere Seite geschlagen hatten, respektive gekauft wurden, was ich im Frühjahr dasselben Jahres schmerzlich erfahren durfte, da fast aller jeglicher Widerstand, seit der Plandemie von eher rechtskonservativen, bis hin zu totalitären Bewegungen geführt wird.

Fast sämtliche Protagonisten von denen wieder die meisten vorher völlig unbekannt waren vom stile eines Paul Brandenburg, (3 PCR Testzentren) oder die Querdenker-Szene, angeführt von einem Michael Ballweg, der sich ganz offen Digitalisierung und Kryptowährungen propagiert, einem Ken Jebsen, der sich doch tatsächlich erdreistet hat, im Herbst 2024, dazu aufzurufen die Afd zu wählen.

Eine Ulrike Guérot, die ganz klar aus der konservativ reaktionären Ecke kommt.

Mit ihrem völlig naiven europäischem Republikwahn, die ja sogar mal Teil des verhassten WEF gewesen ist.

Ganz zu schweigen von einem Reiner Fuellmich der mit seiner Class-Action die Leute verarscht, den teuersten E‑Mail Service (29570 € monatlich) allerzeiten sein eigen nannte und obendrein auch noch für die Scientologen Ende der 90er tätig gewesen ist.

Auch hier bestätigen die Ausnahmen die Regel, wie eben der Wolfgang Wodarg, der wohl als letzter halbwegs linker Protagonist das Fähnchen hoch hält.

Echte linke Ideale sind bis auf weiteres, dermaßen diskreditiert, das ich davon ausgehen muss, dass diese sich auch mittelfristig nicht mehr erholen werden.

Heart

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    17.05.26 17:28

    Wieder ein Beitrag zum Rechts-Links-Trallala von einem Protagonisten der nicht von der alten Spaltungsdenke lassen kann???

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      Pirat69

      Wieder ein Beitrag zum Rechts-Links-Trallala von einem Protagonisten der nicht von der alten Spaltungsdenke lassen kann???

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      17.05.26 17:59

      Es geht darum, wofür die Leute inhaltlich stehen und das kann man anhand meiner Erläuterungen sich auch anschaulich vorstellen.

      Denn, historisch gesehen, stellen eben die Linken die Systemfrage und genau das führt uns auch zur Lösung.

      Die Spaltung ist wichtig. damit der Ausschuss angeprangert werden kann.

      Sie ist seit dem Frühjahr 2020 eigentlich sehr praktisch: "You have to know your enemies".

      Nur so können wir diese Gesellschaft beseitigen.

      Edith: Auf den inhaltlichen Teil bist Du im Übrigen gar nicht drauf eingegangen...Fakten waren dir so wieso schon immer egal.

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      19.05.26 08:07

      Als überzeugter Rechts-Links Gegner häng ich mich ein bischen hier mit rein.


      Die alten Feindbilder taugen nichts mehr! Und haben eigentlich nie getaugt wenn man mal drüber nachdenkt.

      Gut, es mag spassig sein wenn man vom FC ist und gegen die Borussia kämpft. Irgendwie schafft das Zugehörigkeit.

      Kriegsspiele der anderen Art?! Gehts da eigentlich noch um Fussball? Oder ehr um die Gemeinschaft?...durch Gegnerschaft?


      Dasselbe mit Links-Rechts, man hat eine Zugehörigkeit, die es zu verteidigen gilt.

      Oder mit Geimpft -Ungeimpft , Schafe gegen Aufgewachte. Alle suchen sich schnellstens eine Zugehörigkeit weil man im Schwarm und in der Masse einfach sicherer Lebt als Mensch. Nur Stämme werden überleben. (Buchvorschlag)


      Und selbst innerhalb dieser Gruppen gibt es dann wieder Aufteilungen die natürlich noch toller und elitärere Wissende sind.

      Das zB Satan hinter allem steckt. Satan kann man hier mit Hunderterlei "Unfug" ersetzen.

      Bei den Komunisten gab es solche Aufspaltungen zuhauf bis jedes Ziel unerreichbar wurde vor lauter Kleinspalterei.

      Die Volksfront von Judäa marschiert immer noch.


      Um was zu ändern ist die Kleinspalterei der falsche Weg.

      Dazu braucht es den Zusammenschluss der vielfältigsten Ideologien u. Menschen die sich etwas bestimmtes zum Ziel erklären.

      Was ich hier sehe, sind meist spezielle Lösungen die so speziell sind das sie nur von Kleinst Gruppen gewünscht werden, nichts wo man Mehrheiten bekommt. ....Und die brauchen wir.


      Beispiel "die BASIS" mit zB Rainer Füllmich, Viviane Fischer, Wolfgang Wodarg und vielen hoffnungsvollen Mitgliedern.(ich war sehr aktiv dabei)

      Die sind viel zu schnell in viel zu spezielle "SuperIdeen" abgezweigt und haben dabei all die "normalen" Mitglieder hinter sich gelassen: Für ihre SonderLösungen. Und trotz jede Menge Umfragen. Sie haben ihre Energie in die Führungsriege gesteckt, in die Admins und haben dabei die Basis vergessen.

      Und das ohne Absicht, die Aufspaltung in Mitglieder ohne echte Mitsprache und einer Führung vollzog sich ganz einfach durch die Übernahme von Posten durch Alpha Menschen. Die Enttäuschung konnte man im Forum gut sehen, das schneller und schneller verödetet. (Um zu beweisen das man mit einem Forum auch eine Partei demokratisch steuern kann habe ich damals unser Forum gegründet, wir waren allerdings nicht genug um da irgendwas rum zu reissen.)


      Und promt waren sie in der Situation der Alt Parteien. Mit Unterschlagung und Hauen und Stechen. Da bin ich dann ausgetreten.

      Es kann sein das unser Parteien System um zur Wahl zugelassen zu werden automatisch undemokratisch sein muss.


      Natürlich gibt es noch andere Gründe, aber die Spezialisierung, also die Aufspaltung in Grüppchen war meiner Meinung nach der Wichtigste.

      Grüppchen: Führung . AGs . Admins. IT ect. Und jedes Grüppchen ist mit der Sicherung der eigenen Funktion beschäftigt.

      Die Vertreter werden von Angestellten der Mehrheit zu Chefs.

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          snafu cris

          Als überzeugter Rechts-Links Gegner häng ich mich ein bischen hier mit rein.


          Die alten Feindbilder taugen nichts mehr! Und haben eigentlich nie getaugt wenn man mal drüber nachdenkt.

          Gut, es mag spassig sein wenn man vom FC ist und gegen die Borussia kämpft. Irgendwie schafft das Zugehörigkeit.

          Kriegsspiele der anderen Art?! Gehts da eigentlich noch um Fussball? Oder ehr um die Gemeinschaft?...durch Gegnerschaft?


          Dasselbe mit Links-Rechts, man hat eine Zugehörigkeit, die es zu verteidigen gilt.

          Oder mit Geimpft -Ungeimpft , Schafe gegen Aufgewachte. Alle suchen sich schnellstens eine Zugehörigkeit weil man im Schwarm und in der Masse einfach sicherer Lebt als Mensch. Nur Stämme werden überleben. (Buchvorschlag)


          Und selbst innerhalb dieser Gruppen gibt es dann wieder Aufteilungen die natürlich noch toller und elitärere Wissende sind.

          Das zB Satan hinter allem steckt. Satan kann man hier mit Hunderterlei "Unfug" ersetzen.

          Bei den Komunisten gab es solche Aufspaltungen zuhauf bis jedes Ziel unerreichbar wurde vor lauter Kleinspalterei.

          Die Volksfront von Judäa marschiert immer noch.


          Um was zu ändern ist die Kleinspalterei der falsche Weg.

          Dazu braucht es den Zusammenschluss der vielfältigsten Ideologien u. Menschen die sich etwas bestimmtes zum Ziel erklären.

          Was ich hier sehe, sind meist spezielle Lösungen die so speziell sind das sie nur von Kleinst Gruppen gewünscht werden, nichts wo man Mehrheiten bekommt. ....Und die brauchen wir.


          Beispiel "die BASIS" mit zB Rainer Füllmich, Viviane Fischer, Wolfgang Wodarg und vielen hoffnungsvollen Mitgliedern.(ich war sehr aktiv dabei)

          Die sind viel zu schnell in viel zu spezielle "SuperIdeen" abgezweigt und haben dabei all die "normalen" Mitglieder hinter sich gelassen: Für ihre SonderLösungen. Und trotz jede Menge Umfragen. Sie haben ihre Energie in die Führungsriege gesteckt, in die Admins und haben dabei die Basis vergessen.

          Und das ohne Absicht, die Aufspaltung in Mitglieder ohne echte Mitsprache und einer Führung vollzog sich ganz einfach durch die Übernahme von Posten durch Alpha Menschen. Die Enttäuschung konnte man im Forum gut sehen, das schneller und schneller verödetet. (Um zu beweisen das man mit einem Forum auch eine Partei demokratisch steuern kann habe ich damals unser Forum gegründet, wir waren allerdings nicht genug um da irgendwas rum zu reissen.)


          Und promt waren sie in der Situation der Alt Parteien. Mit Unterschlagung und Hauen und Stechen. Da bin ich dann ausgetreten.

          Es kann sein das unser Parteien System um zur Wahl zugelassen zu werden automatisch undemokratisch sein muss.


          Natürlich gibt es noch andere Gründe, aber die Spezialisierung, also die Aufspaltung in Grüppchen war meiner Meinung nach der Wichtigste.

          Grüppchen: Führung . AGs . Admins. IT ect. Und jedes Grüppchen ist mit der Sicherung der eigenen Funktion beschäftigt.

          Die Vertreter werden von Angestellten der Mehrheit zu Chefs.

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          19.05.26 12:27

          Die so genannten "Mehrheiten" von denen Du hier sprichst, wollen auch nur so weiterfahren wie bisher, weil sie eben nicht die Systemfrage stellen.

          Das hat auch völlig unbenommen nicht direkt mit links und rechts zu tun.

          Links und rechts sind ja Synonyme für bestimmte geistige Grundhaltungen der Frage: "Wie wollen wir leben".

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          20.05.26 07:44

          Wie gedenken wir denn die ein bischen zu bewegen? Für mich ist das auch ein Ziel. Als einzelner erreicht man zuwenig. Was die wollen ist schon klar. Aber lässt sich das nicht ändern? ein bischen? mehr? Schon vorher aufgeben bringt es ja eh nicht...............

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          20.05.26 09:33

          Ich hab Dir mal einen Text heraus gesucht, in dem es ganz um das von Dir geschilderte Problem (Links-Rechts) geht: https://www.freie-medienakademie.de/medien-plus/die-querfront-als-falle

          Nämlich dem Stellen der Systemfrage.

          Die Frage ist: Wer besitzt was – und nach welchen Regeln?




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            20.05.26 11:32

            Ich habe mir den Text zur Querfront nochmal durchgelesen.

            Und komme letztlich zu einem anderen Schluss: Wenn du wirklich alles durchschaust, bleibt dir am Ende nur die Einsamkeit. Jeder, der heute etwas politisch „durchsetzen“ oder eine große Bewegung starten will, wird früher oder später selbst Teil des Problems. Weil jede organisierte Kraft vereinnahmt wird – ob links, rechts, Querfront, Partei oder „Basis“. Das haben wir doch alle seit 2020 live gesehen.

            Zur Eigentums- und Kapitalfrage, die der Text anspricht: Solange die gesamte Gesellschaft – inklusive der sogenannten „Kapitalisten“ – antikapitalistisch handelt (Crony-Kapitalismus, Bailouts, Subventionen, Zentralbank-Liquidität, Regulierung als Markteintrittsbarriere), ändert sich nichts. Die einen wollen mehr Staat, die anderen einen starken nationalen Staat – aber echte freie Märkte mit Skin-in-the-Game will fast keiner.

            Der tiefere Riss liegt woanders: Der Mensch der Gegenwart hat die Gemeinschaft verloren. Früher gab es noch Stämme, Dörfer, Graubereiche, in denen auch der „Irre“ oder der Durchschauende seinen Platz hatte. Heute haben wir nur noch Gesellschaft: rationale, vertragliche, anonyme Beziehungen in einer mobilen, individualisierten, bürokratisch durchleuchteten Welt.

            Wer das Spiel wirklich durchblickt – die Illusionen von Demokratie, Fortschritt, „Gemeinwohl“, die Verfilzung von Kapital und Macht, die künstlichen Narrative – steht automatisch alleine da. Jede echte Bewegung wird entweder vereinnahmt oder verteufelt.

            Isolation ist der Preis der Klarheit. Das war in der Geschichte immer so. Die Weisen standen fast immer am Rand: Lao Tzu verschwindet in den Bergen, Schamanen leben in der Trance zwischen den Welten, Mönche in der Klausur, Philosophen in der Höhle oder im Fass. Sie waren nicht Teil der Gemeinschaft im Alltagssinn, sondern ihre lebenden Grenzen – respektiert, aber nicht integriert. Die Gemeinschaft brauchte sie als Spiegel, konnte sie aber nicht wirklich ertragen.

            Ich glaube, der Zeitgeist und die technologische Entwicklung machen genau aus diesen Menschen jetzt Geister in der Maschine. Zu Code, zu verteilten Systemen, zu Pseudonymen. Es ist das Ende der Nachkriegsgesellschaft – jener kompakten, wachstumsgetriebenen, physisch verdichteten Ordnung von 1950–2000. Jetzt kommt die digitale Entropie: alles wird flach, beliebig, low-energy, algorithmisch sortiert. Innenstädte leer, echte Begegnung rar.

            Die „Mehrheiten“ wollen vielleicht weitermachen wie bisher, klar. Aber die werden nicht durch bessere Führung oder breitere Bündnisse bewegt. Die wachen auf, wenn ihr eigenes System unter ihnen zusammenbricht – oder gar nicht. Bis dahin baue ich lieber meine eigene kleine, ungovernable Ecke.

            Kein neues „Wir gegen die“, sondern: Ich zuerst souverän, dann schauen wir weiter.

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              20.05.26 12:07

              💯: deshalb lebe ich seit 11 Jahren in der absoluten Einsamkeit

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              nicolas

              Ich habe mir den Text zur Querfront nochmal durchgelesen.

              Und komme letztlich zu einem anderen Schluss: Wenn du wirklich alles durchschaust, bleibt dir am Ende nur die Einsamkeit. Jeder, der heute etwas politisch „durchsetzen“ oder eine große Bewegung starten will, wird früher oder später selbst Teil des Problems. Weil jede organisierte Kraft vereinnahmt wird – ob links, rechts, Querfront, Partei oder „Basis“. Das haben wir doch alle seit 2020 live gesehen.

              Zur Eigentums- und Kapitalfrage, die der Text anspricht: Solange die gesamte Gesellschaft – inklusive der sogenannten „Kapitalisten“ – antikapitalistisch handelt (Crony-Kapitalismus, Bailouts, Subventionen, Zentralbank-Liquidität, Regulierung als Markteintrittsbarriere), ändert sich nichts. Die einen wollen mehr Staat, die anderen einen starken nationalen Staat – aber echte freie Märkte mit Skin-in-the-Game will fast keiner.

              Der tiefere Riss liegt woanders: Der Mensch der Gegenwart hat die Gemeinschaft verloren. Früher gab es noch Stämme, Dörfer, Graubereiche, in denen auch der „Irre“ oder der Durchschauende seinen Platz hatte. Heute haben wir nur noch Gesellschaft: rationale, vertragliche, anonyme Beziehungen in einer mobilen, individualisierten, bürokratisch durchleuchteten Welt.

              Wer das Spiel wirklich durchblickt – die Illusionen von Demokratie, Fortschritt, „Gemeinwohl“, die Verfilzung von Kapital und Macht, die künstlichen Narrative – steht automatisch alleine da. Jede echte Bewegung wird entweder vereinnahmt oder verteufelt.

              Isolation ist der Preis der Klarheit. Das war in der Geschichte immer so. Die Weisen standen fast immer am Rand: Lao Tzu verschwindet in den Bergen, Schamanen leben in der Trance zwischen den Welten, Mönche in der Klausur, Philosophen in der Höhle oder im Fass. Sie waren nicht Teil der Gemeinschaft im Alltagssinn, sondern ihre lebenden Grenzen – respektiert, aber nicht integriert. Die Gemeinschaft brauchte sie als Spiegel, konnte sie aber nicht wirklich ertragen.

              Ich glaube, der Zeitgeist und die technologische Entwicklung machen genau aus diesen Menschen jetzt Geister in der Maschine. Zu Code, zu verteilten Systemen, zu Pseudonymen. Es ist das Ende der Nachkriegsgesellschaft – jener kompakten, wachstumsgetriebenen, physisch verdichteten Ordnung von 1950–2000. Jetzt kommt die digitale Entropie: alles wird flach, beliebig, low-energy, algorithmisch sortiert. Innenstädte leer, echte Begegnung rar.

              Die „Mehrheiten“ wollen vielleicht weitermachen wie bisher, klar. Aber die werden nicht durch bessere Führung oder breitere Bündnisse bewegt. Die wachen auf, wenn ihr eigenes System unter ihnen zusammenbricht – oder gar nicht. Bis dahin baue ich lieber meine eigene kleine, ungovernable Ecke.

              Kein neues „Wir gegen die“, sondern: Ich zuerst souverän, dann schauen wir weiter.

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              20.05.26 13:16

              Guter Text über die Vereinzelung (Atomisierung) der Menschen.

              Nur, werden sie Dich künftig überall kriegen, so lange du dich in europäischen Gefilden befindest.

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              Gina1

              💯: deshalb lebe ich seit 11 Jahren in der absoluten Einsamkeit

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              20.05.26 13:27

              Ich mache wöchentlich meine subversive Tour, weil es mir die nötige Struktur verleiht um überhaupt weiterzumachen. ;-)

              Fazit: (Nach Robert Kurz) Die einzige Handlungsalternative sei „eine Kultur der Verweigerung“. Dies bedeute, „jede Mitverantwortung für Marktwirtschaft und Demokratie zu verweigern, nur noch ‚Dienst nach Vorschrift‘ zu machen und den kapitalistischen Betrieb zu sabotieren, wo immer das möglich ist“.

              Wenn Du allerdings auch privat keine Unterstützung hast, wird es richtig besorgniserregend um dein geistiges Befinden.

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              20.05.26 13:57

              Ich glaube das kann man erst beurteilen wenn man so lebt.

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              21.05.26 19:35

              Hallo De Cermin, hallo an alle Interessierten,


              um nochmal auf den Titel dieses Threads zurückzukommen, der da lautet: „Nochmal zu dem Herrn Fuellmich“...


              ... der erste Link in dem nachfolgenden Link führt zu dem Urteil, welches das Landgericht Göttingen im Fall von Reiner Füllmich gesprochen hat.

              Was die nachfolgenden Links zu bedeuten haben, ergibt sich aus dem Urteil.


              https://justizportal.niedersachsen.de/live/search.php?_psmand=50&q=5+kls+18-23&searchMode=0&searchType=0&searchSort=articledate&searchInst=www.landgericht-goettingen.niedersachsen.de


              Wer sich ernsthaft dafür interessiert, wird recht schnell merken, dass man ab Seite 68 den Punkt G. nicht mehr weiter zu lesen braucht, es also erst ab Seite 111 wieder zur Sache geht.


              Ich bin ja hinsichtlich von Gerichten mittlerweile wirklich voreingenommen, aber was der hier vorsitzende Richter (höflich) erdulden musste... Irgendwann dachte ich: ‚Ich hätte sie schon bei Hector erschlagen.‘ Wer den Witz nicht kennt: https://www.gregor-jonas.de/witze/freispruch.htm.


              Mir war Reiner Füllmich von Anfang an unsympathisch. Seine Art, mit den Gästen des Corona-Ausschusses umzugehen, empfand ich oft als aggressiv-angreifend. Wieder und wieder zwang er sie förmlich, zu sagen, was er hören wollte, worauf viele so reagierten, dass man ihnen (mMn) deutlich angemerkt hat, dass ihnen das unangenehm war. Er verhielt sich aus meiner Sicht, als ob er es mit Angeklagten zu tun hätte, die er ins Kreuzverhör nimmt. Viviane Fischer hat meist „beschwichtigend“ reagiert und seine aggressiven „Fragen“ umformuliert, aber das hat das Ganze aus meiner Sicht nicht wirklich gerettet. Irgendwann hatte ich genug von ihm - und auch von ihr.


              Dass Reiner Füllmich jedoch so weit gehen würde, wie er es vor Gericht getan hat, noch dazu als Rechtsanwalt, also als Mensch mit hohem Bildungsniveau, der überdies weiß, wie Gerichte „funktionieren“, das hätte ich ihm nicht zugetraut.

              Tja, so kann man sich irren.


              Hilfreich finde ich, um sich ein Urteil über dieses Urteil zu bilden, das Urteil im Fall Michael Ballweg.

              Es ist noch nicht rechtskräftig, weshalb es noch nicht im Volltext verfügbar ist. Deshalb nachfolgend nur eine Zusammenfassung der Google-KI.


              Übersicht mit KI


              Das Landgericht Stuttgart hat den „Querdenken“-Gründer Michael Ballweg weitestgehend freigesprochen und lediglich wegen geringfügiger Steuerhinterziehung zu einer Verwarnung mit Strafvorbehalt verurteilt. 


              Die Details des Urteils des Landgerichts Stuttgart:


              Freispruch vom Hauptvorwurf: Das Gericht sprach Ballweg vollständig vom Vorwurf des versuchten Betrugs in über 9.000 Fällen frei. Es konnte nicht nachgewiesen werden, dass er Spendengelder seiner Unterstützer für private Zwecke missbraucht oder diese getäuscht hat. Die Ausgaben und Anlagen (u. a. in Kryptowährungen) wurden der politischen Bewegung zugerechnet. 


              Verurteilung wegen Steuerhinterziehung: Er wurde wegen vollendeter Steuerhinterziehung in zwei Fällen (Gesamtschaden von knapp 20 Euro) [Anmerkung von mir: einer anderen KI-Antwort zufolge exakt € 19, 53] und versuchter Steuerhinterziehung in drei Fällen (Umfang von rund 2.100 Euro) schuldig gesprochen. 


              Strafmaß: Das Gericht sprach eine Verwarnung mit Strafvorbehalt aus (Bewährungszeit ein Jahr). Eine Gesamtgeldstrafe von 30 Tagessätzen zu je 100 Euro wurde lediglich vorbehalten. 


              Entschädigung: Da Ballweg rund neun Monate in Untersuchungshaft saß [Anmerkung von mir: einer anderen KI-Antwort zufolge exakt 279 Tage] und sein Vermögen beschlagnahmt wurde, sprach ihm das Gericht eine finanzielle Entschädigung für die erlittene U-Haft und die Durchsuchungsmaßnahmen zu. [Anmerkung von mir: die staatliche Haftentschädigung beläuft sich derzeit auf 75 € pro Tag, was insgesamt eine Summe von € 20.925 ergibt, dazu kommen ggf. noch Ansprüche wegen eines durch die Haft entstandenen Vermögensschadens] 


              Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig, da sowohl die Staatsanwaltschaft als auch Ballwegs Verteidigung Revision gegen die Entscheidung eingelegt haben. 



              Und abschließend nochmal speziell @De Cemin: 


              Ich kann in diesem Urteil nirgendwo erkennen, dass Reiner Füllmich politisch auf irgendeiner Seite stand. Dass er überhaupt für irgendetwas stand. Außer für sich selbst. Er hat die Pandemie-"Gegner“ benutzt, um sich privat zu bereichern. Er hatte keine Skrupel, Mitstreiter zu benutzen, sie zu hintergehen und später öffentlich zu beleidigen. Er hat vor Gericht eine Show abgezogen, die ich alleine beim Lesen des Urteils als peinlich empfand. Und im Urteil stehen ganz sicher nur die Spitzen des Eisbergs drin. Das alles tat er meiner Meinung nach einzig und allein für seinen eigenen Vorteil. 


              Schade, dass Du ideologisch so dermaßen verbohrt bist, dass Du alles aus Deinem Schützengraben heraus be- bzw. verurteilen musst. Stellung zu beziehen finde ich wichtig, sehr wichtig sogar, aber um das zu tun, um sich in Beziehung zu setzen, muss man die Position immer wieder wechseln und Dinge aus verschiedenen Blickwinkeln betrachten. 

              Ich bin wie gesagt, Gerichten gegenüber mittlerweile voreingenommen. Das heißt, ich bin extrem skeptisch / misstrauisch deutschen Gerichten gegenüber. Das heißt jedoch NICHT, dass ich mir dieses voreingenommen betrachtete Gegenüber nicht ansehe - genauestens, versteht sich - und es heißt auch nicht, dass ich nach eingehender Prüfung auf meinen Vorbehalten beharren und die „andere Seite“ verurteilen muss.


              Wie sagte Bertholt Brecht: „Wer A sagt, der muss nicht B sagen. Er kann auch erkennen, dass A falsch war.“


              Gruß

              Lilofee

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              Lilofee

              Hallo De Cermin, hallo an alle Interessierten,


              um nochmal auf den Titel dieses Threads zurückzukommen, der da lautet: „Nochmal zu dem Herrn Fuellmich“...


              ... der erste Link in dem nachfolgenden Link führt zu dem Urteil, welches das Landgericht Göttingen im Fall von Reiner Füllmich gesprochen hat.

              Was die nachfolgenden Links zu bedeuten haben, ergibt sich aus dem Urteil.


              https://justizportal.niedersachsen.de/live/search.php?_psmand=50&q=5+kls+18-23&searchMode=0&searchType=0&searchSort=articledate&searchInst=www.landgericht-goettingen.niedersachsen.de


              Wer sich ernsthaft dafür interessiert, wird recht schnell merken, dass man ab Seite 68 den Punkt G. nicht mehr weiter zu lesen braucht, es also erst ab Seite 111 wieder zur Sache geht.


              Ich bin ja hinsichtlich von Gerichten mittlerweile wirklich voreingenommen, aber was der hier vorsitzende Richter (höflich) erdulden musste... Irgendwann dachte ich: ‚Ich hätte sie schon bei Hector erschlagen.‘ Wer den Witz nicht kennt: https://www.gregor-jonas.de/witze/freispruch.htm.


              Mir war Reiner Füllmich von Anfang an unsympathisch. Seine Art, mit den Gästen des Corona-Ausschusses umzugehen, empfand ich oft als aggressiv-angreifend. Wieder und wieder zwang er sie förmlich, zu sagen, was er hören wollte, worauf viele so reagierten, dass man ihnen (mMn) deutlich angemerkt hat, dass ihnen das unangenehm war. Er verhielt sich aus meiner Sicht, als ob er es mit Angeklagten zu tun hätte, die er ins Kreuzverhör nimmt. Viviane Fischer hat meist „beschwichtigend“ reagiert und seine aggressiven „Fragen“ umformuliert, aber das hat das Ganze aus meiner Sicht nicht wirklich gerettet. Irgendwann hatte ich genug von ihm - und auch von ihr.


              Dass Reiner Füllmich jedoch so weit gehen würde, wie er es vor Gericht getan hat, noch dazu als Rechtsanwalt, also als Mensch mit hohem Bildungsniveau, der überdies weiß, wie Gerichte „funktionieren“, das hätte ich ihm nicht zugetraut.

              Tja, so kann man sich irren.


              Hilfreich finde ich, um sich ein Urteil über dieses Urteil zu bilden, das Urteil im Fall Michael Ballweg.

              Es ist noch nicht rechtskräftig, weshalb es noch nicht im Volltext verfügbar ist. Deshalb nachfolgend nur eine Zusammenfassung der Google-KI.


              Übersicht mit KI


              Das Landgericht Stuttgart hat den „Querdenken“-Gründer Michael Ballweg weitestgehend freigesprochen und lediglich wegen geringfügiger Steuerhinterziehung zu einer Verwarnung mit Strafvorbehalt verurteilt. 


              Die Details des Urteils des Landgerichts Stuttgart:


              Freispruch vom Hauptvorwurf: Das Gericht sprach Ballweg vollständig vom Vorwurf des versuchten Betrugs in über 9.000 Fällen frei. Es konnte nicht nachgewiesen werden, dass er Spendengelder seiner Unterstützer für private Zwecke missbraucht oder diese getäuscht hat. Die Ausgaben und Anlagen (u. a. in Kryptowährungen) wurden der politischen Bewegung zugerechnet. 


              Verurteilung wegen Steuerhinterziehung: Er wurde wegen vollendeter Steuerhinterziehung in zwei Fällen (Gesamtschaden von knapp 20 Euro) [Anmerkung von mir: einer anderen KI-Antwort zufolge exakt € 19, 53] und versuchter Steuerhinterziehung in drei Fällen (Umfang von rund 2.100 Euro) schuldig gesprochen. 


              Strafmaß: Das Gericht sprach eine Verwarnung mit Strafvorbehalt aus (Bewährungszeit ein Jahr). Eine Gesamtgeldstrafe von 30 Tagessätzen zu je 100 Euro wurde lediglich vorbehalten. 


              Entschädigung: Da Ballweg rund neun Monate in Untersuchungshaft saß [Anmerkung von mir: einer anderen KI-Antwort zufolge exakt 279 Tage] und sein Vermögen beschlagnahmt wurde, sprach ihm das Gericht eine finanzielle Entschädigung für die erlittene U-Haft und die Durchsuchungsmaßnahmen zu. [Anmerkung von mir: die staatliche Haftentschädigung beläuft sich derzeit auf 75 € pro Tag, was insgesamt eine Summe von € 20.925 ergibt, dazu kommen ggf. noch Ansprüche wegen eines durch die Haft entstandenen Vermögensschadens] 


              Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig, da sowohl die Staatsanwaltschaft als auch Ballwegs Verteidigung Revision gegen die Entscheidung eingelegt haben. 



              Und abschließend nochmal speziell @De Cemin: 


              Ich kann in diesem Urteil nirgendwo erkennen, dass Reiner Füllmich politisch auf irgendeiner Seite stand. Dass er überhaupt für irgendetwas stand. Außer für sich selbst. Er hat die Pandemie-"Gegner“ benutzt, um sich privat zu bereichern. Er hatte keine Skrupel, Mitstreiter zu benutzen, sie zu hintergehen und später öffentlich zu beleidigen. Er hat vor Gericht eine Show abgezogen, die ich alleine beim Lesen des Urteils als peinlich empfand. Und im Urteil stehen ganz sicher nur die Spitzen des Eisbergs drin. Das alles tat er meiner Meinung nach einzig und allein für seinen eigenen Vorteil. 


              Schade, dass Du ideologisch so dermaßen verbohrt bist, dass Du alles aus Deinem Schützengraben heraus be- bzw. verurteilen musst. Stellung zu beziehen finde ich wichtig, sehr wichtig sogar, aber um das zu tun, um sich in Beziehung zu setzen, muss man die Position immer wieder wechseln und Dinge aus verschiedenen Blickwinkeln betrachten. 

              Ich bin wie gesagt, Gerichten gegenüber mittlerweile voreingenommen. Das heißt, ich bin extrem skeptisch / misstrauisch deutschen Gerichten gegenüber. Das heißt jedoch NICHT, dass ich mir dieses voreingenommen betrachtete Gegenüber nicht ansehe - genauestens, versteht sich - und es heißt auch nicht, dass ich nach eingehender Prüfung auf meinen Vorbehalten beharren und die „andere Seite“ verurteilen muss.


              Wie sagte Bertholt Brecht: „Wer A sagt, der muss nicht B sagen. Er kann auch erkennen, dass A falsch war.“


              Gruß

              Lilofee

              answershare

              21.05.26 21:27

              Verstehe ich nicht, alles was ich über Fuellmich geschrieben habe entspricht der Wahrheit.

              Was das mit Verbohrtheit zu tun hat ist mir schleyerhaft.

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                21.05.26 22:46

                Dann will ich versuchen, Dir nochmal zu erklären, was ich meine.


                Du hattest geschrieben:


                "Die einzig wirkliche Entäuschung, liegt darin, das sich selbst die meisten meiner ehemaligen (linken) Kampfgenossen von mir auf die andere Seite geschlagen hatten, respektive gekauft wurden, was ich im Frühjahr dasselben Jahres schmerzlich erfahren durfte, da fast aller jeglicher Widerstand, seit der Plandemie von eher rechtskonservativen, bis hin zu totalitären Bewegungen geführt wird.

                Fast sämtliche Protagonisten von denen wieder die meisten vorher völlig unbekannt waren vom stile eines Paul Brandenburg, (3 PCR Testzentren) oder die Querdenker-Szene, angeführt von einem Michael Ballweg, der sich ganz offen Digitalisierung und Kryptowährungen propagiert, einem Ken Jebsen, der sich doch tatsächlich erdreistet hat, im Herbst 2024, dazu aufzurufen die Afd zu wählen.

                Eine Ulrike Guérot, die ganz klar aus der konservativ reaktionären Ecke kommt.

                Mit ihrem völlig naiven europäischem Republikwahn, die ja sogar mal Teil des verhassten WEF gewesen ist.

                Ganz zu schweigen von einem Reiner Fuellmich der mit seiner Class-Action die Leute verarscht, den teuersten E‑Mail Service (29570 € monatlich) allerzeiten sein eigen nannte und obendrein auch noch für die Scientologen Ende der 90er tätig gewesen ist.

                Auch hier bestätigen die Ausnahmen die Regel, wie eben der Wolfgang Wodarg, der wohl als letzter halbwegs linker Protagonist das Fähnchen hoch hält." [Anmerkung: Die Fettschrift sowie die Unterstreichungen stammen von mir.]


                Mit „verbohrt“ meine ich, dass Du die Welt AUSSCHLIESSLICH durch die Brille Deiner Ideologie siehst, nämlich „links“ und „rechts“. Es ist Dir nicht möglich davon abzurücken und etwas in einem anderen Zusammenhang zu sehen.

                So gut wie jeder, der sich gegen die angebliche Corona-Pandemie zur Wehr gesetzt hat, wird von Dir politisch einsortiert. Michael Ballweg mag Digitalisierung und Kryptowährungen propagiert haben, das heißt aber noch lange nicht, dass er eine rechtskonservative bis totalitäre Haltung hat. Und wenn Ulrike Guérot tatsächlich naiv und Teil des WEF war, dann kann es durchaus sein, dass sie gemerkt hat, dass ihre Ansichten falsch sind und eben nicht B gesagt hat, weil man damit der kognitiven Dissonanz entgeht, die sich einstellt, wenn man merkt, dass man sich hat täuschen lassen.

                Und auch wenn das, was Du über Reiner Füllmich geschrieben hast, stimmt, dann zeigt das für mich, dass er „moralisch flexibel“ ist und eben gerade KEINE politische oder ideologische Gesinnung hinter seinem Verhalten steht, sondern purer, skrupelloser Egoismus - Geldgier, Lust an der Macht und massive Selbstüberschätzung.

                Wolfgang Wodarg ordnest Du dem „linken Spektrum“ zu, und deshalb kannst Du ihn anscheinend akzeptieren. 


                Ich beurteile Herrn Dr. Wodarg, anders als Du, nicht danach, ob er eine rote, schwarze, grüne, lila oder pinke „Socke“ ist, sondern nach dem, wie er redet und handelt. Und dafür hat er meine Hochachtung. 

                Ich habe mich schon ein paar Mal gefragt, wie er es schafft, trotz der Enttäuschungen, die er in seiner Laufbahn als Arzt und als Politiker erleben musste und der Anfeindungen und Diffamierungen während der vermeintlichen Corona-Pandemie, noch ein Menschenfreund zu sein, weiter zu machen, nützlich sein zu wollen, wie er es selbst in einem Interview einmal ausgedrückt hat.


                Diese Art die Welt bzw. andere Menschen zu sehen, ist Dir verstellt dadurch, dass Du, wie ich es ausgedrückt hatte, in Deinem „Schützengraben“ sitzt - als Gefangener Deiner selbst.

                Ist das so formuliert für Dich verständlich?


                Gruß

                Lilofee

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                22.05.26 09:12

                Ja klar, entweder du stellst die Systemfrage oder nicht, danach mache ich die Leute spätestens seit dem 12.4.2020 fest, aber es geht mir weniger um eine politische Ideologie, sondern um den grundsätzlichen Kampf gegen das System.

                Wer Kryptowährungen und Digitalisierung propagiert, arbeitet Systemimmanent.

                Wer wie die Guérot ein Recht auf ein analoges Leben einfordert, aber im nächsten Satz meint, man sollte ein bestimmtes Buch doch bei Amazon bestellen, hat es eben trotz politikwissenschaftlichen Hintergrund auch nicht verstanden.

                Es braucht keine bestimmte Ideologie um gegen das System zu agieren.

                Der Rest steht in meinem Profil.

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                  27.05.26 01:57

                  Lebst Du völlig systemunimmanent?

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                  Lilofee

                  Lebst Du völlig systemunimmanent?

                  answershare

                  27.05.26 02:26

                  Niemand, zumindest in der westliche Welt kann das.

                  Man kann aber daraufhin arbeiten. es gegen sich selbst auszuspielen.

                  Und es zu sabotieren wo es einem möglich erscheint.

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                  answershare

                  30.05.26 14:57

                  Hallo De Cemin,


                  ich stimme Dir zu, dass eine Kaufempfehlung für ein Buch bei amazon und die Forderung nach einem analogen Leben nur bedingt zusammenpassen, aber wie Du schreibst: derjenige, der das tut „hat es eben trotz politikwissenschaftlichen Hintergrund auch nicht verstanden“. 

                  Warum „nicht“, sondern stattdessen nicht besser "noch nicht“?

                  Erkenntnis insbesondere deren Umsetzung geschieht nicht von heute auf morgen. Ulrike Guérot hat ihre Ansichten anscheinend grundlegend geändert, aber ist halt noch nicht „perfekt“. Na und? Warum musst Du sie deshalb als „systemimmanent“ abstempeln?


                  Und das Propagieren von Digitalisierung und Kryptowährungen ... hmm ... mein Fall ist beides nicht, und ich würde beides nicht unterstützen, aber solange keine Abhängigkeit besteht, die Machtmissbrauch in großem Umfang möglich macht, sehe ich darin kein Problem bzw. wird sich das „Problem“ irgendwann selbst regulieren bzw. erledigen. Allerdings muss ich dazu sagen, dass ich mich mit Kryptowährungen noch nicht so umfassend beschäftigt habe, dass ich sagen würde, dass ich eine Ahnung von diesem Thema habe.


                  Im Hinblick auf Michael Ballweg würde ich jedoch auch bei ihm keine bewusste Systemimmanenz annehmen, sondern nach Hanlon‘s Razor und den Videos und Artikeln über ihn, die ich damals gesehen bzw. gelesen habe, eine unglaubliche Naivität. Er hat sich gewaltig engagiert als die vermeintliche Pandemie „losgebrochen“ war. Er hat was auf die Beine gestellt, was m. E. nur ganz wenige hinbekommen hätten. Und im Gegensatz zu Reiner Füllmich war er ehrlich seinen Anhängern und Unterstützern gegenüber. Dass er kein Sokrates ist, willst Du ihm DAS zum Vorwurf machen??


                  So, nun aber wieder zum Titel Deines Threads: „Nochmal zu dem Herrn Fuellmich“. Du beginnst damit, dass (Zitat): „Weil hier eine Dame ihren Themenbaum alleine fährt und alles löscht, was ihr gerade nicht in den Kram passt“. Das suggeriert mir, dass es Dir um Reiner Fülmich geht und die Haltung dieser „Dame“ zu ihm. 

                  In dem, was Du hier dazu geschrieben hast, geht es jedoch nur am äußersten Rande um „den Herrn Füllmich“. Er dient Dir lediglich als Aufhänger für DEIN Thema, nämlich das von Dir sogenannte „Stellen der Systemfrage“. 

                  Dein Verhalten unterscheidet sich somit strukturell nicht von dem Verhalten, das Reiner Füllmich vor Gericht gezeigt hat: Er benutzt „die Bewegung“ für sich bzw. versucht es, um sich damit zu verteidigen - und hat sie damit, nebenbei bemerkt, zudem auch noch diskreditiert.


                  Hast Du das Urteil des Landgerichts Göttingen gelesen? Warum gehst Du nicht darauf ein, wenn es Dir um „den Herrn Füllmich“ geht? Jede Meinung ist subjektiv. Vielleicht siehst Du ja manches anders als ich, teilst mir Deine Sichtweise mit und gibst mir damit die Möglichkeit, eine andere Perspektive einzunehmen und meine Meinung zu überdenken.


                  Und wenn Dir Dein Thema, so wichtig ist, dass Du unbedingt darüber diskutieren möchtest, dann mach doch einen Thread explizit dazu auf. Wenn sich jemand dafür interessiert, wird er mit Dir darüber „reden“, wenn nicht, bleibt Dir nichts anderes übrig, als zu akzeptieren, dass zumindest in diesem Forum keine gleichgesinnte „rote Socke“ anzutreffen ist. Egal wie sehr Du das beklagst.


                  Abschließend noch einmal etwas zum „System“: Jedes gesellschaftliche System, egal ob es sich um Behörden, Vereine, Verbände, Gewerkschaften oder sonst was handelt, besteht aus Menschen. Die in großen Gesellschaften nicht mehr ein großes Ganzes sehen (ihre Gemeinschaft), sondern nur noch sich selbst. Ein System ändert sich (mMn) stabil und dauerhaft nur, wenn sich diejenigen ändern, die es tragen, und das passiert in Individualgesellschaften höchstens dann, wenn die Eigeninteressen massiv gefährdet sind. Dafür geht es den Menschen des wohlstandverwahrlosten Wertewestens jedoch (noch) viel zu gut. 


                  Versucht man, ein dysfunktionales System von außen zu ändern, wird es zwar möglicherweise kippen, aber in aller Regel in das gegenteilige Extrem - was im Endeffekt dann dasselbe hervorbringt wie zuvor. Ob rechter oder linker Extremismus, ob Kreuzritter und Hexenverbrennung oder islamistische Selbstmordattentäter ... im Kern besteht aus meiner Sicht kein Unterschied. Und deshalb sind auch die Folgen ähnlich, nämlich Destruktivität: Gewalt, Ausbeutung, Zerstörung, Tod.


                  nicolas hatte in seinem Beitrag geschrieben: „Wenn du wirklich alles durchschaust, bleibt dir am Ende nur die Einsamkeit.“. Ich befürchte, er hat recht. Und deshalb suche eine Nische für mich am Rande der Zivilisation, ohne die auch ich (leider) nicht leben kann.


                  Gruß

                  Lilofee

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                  Lilofee

                  Hallo De Cemin,


                  ich stimme Dir zu, dass eine Kaufempfehlung für ein Buch bei amazon und die Forderung nach einem analogen Leben nur bedingt zusammenpassen, aber wie Du schreibst: derjenige, der das tut „hat es eben trotz politikwissenschaftlichen Hintergrund auch nicht verstanden“. 

                  Warum „nicht“, sondern stattdessen nicht besser "noch nicht“?

                  Erkenntnis insbesondere deren Umsetzung geschieht nicht von heute auf morgen. Ulrike Guérot hat ihre Ansichten anscheinend grundlegend geändert, aber ist halt noch nicht „perfekt“. Na und? Warum musst Du sie deshalb als „systemimmanent“ abstempeln?


                  Und das Propagieren von Digitalisierung und Kryptowährungen ... hmm ... mein Fall ist beides nicht, und ich würde beides nicht unterstützen, aber solange keine Abhängigkeit besteht, die Machtmissbrauch in großem Umfang möglich macht, sehe ich darin kein Problem bzw. wird sich das „Problem“ irgendwann selbst regulieren bzw. erledigen. Allerdings muss ich dazu sagen, dass ich mich mit Kryptowährungen noch nicht so umfassend beschäftigt habe, dass ich sagen würde, dass ich eine Ahnung von diesem Thema habe.


                  Im Hinblick auf Michael Ballweg würde ich jedoch auch bei ihm keine bewusste Systemimmanenz annehmen, sondern nach Hanlon‘s Razor und den Videos und Artikeln über ihn, die ich damals gesehen bzw. gelesen habe, eine unglaubliche Naivität. Er hat sich gewaltig engagiert als die vermeintliche Pandemie „losgebrochen“ war. Er hat was auf die Beine gestellt, was m. E. nur ganz wenige hinbekommen hätten. Und im Gegensatz zu Reiner Füllmich war er ehrlich seinen Anhängern und Unterstützern gegenüber. Dass er kein Sokrates ist, willst Du ihm DAS zum Vorwurf machen??


                  So, nun aber wieder zum Titel Deines Threads: „Nochmal zu dem Herrn Fuellmich“. Du beginnst damit, dass (Zitat): „Weil hier eine Dame ihren Themenbaum alleine fährt und alles löscht, was ihr gerade nicht in den Kram passt“. Das suggeriert mir, dass es Dir um Reiner Fülmich geht und die Haltung dieser „Dame“ zu ihm. 

                  In dem, was Du hier dazu geschrieben hast, geht es jedoch nur am äußersten Rande um „den Herrn Füllmich“. Er dient Dir lediglich als Aufhänger für DEIN Thema, nämlich das von Dir sogenannte „Stellen der Systemfrage“. 

                  Dein Verhalten unterscheidet sich somit strukturell nicht von dem Verhalten, das Reiner Füllmich vor Gericht gezeigt hat: Er benutzt „die Bewegung“ für sich bzw. versucht es, um sich damit zu verteidigen - und hat sie damit, nebenbei bemerkt, zudem auch noch diskreditiert.


                  Hast Du das Urteil des Landgerichts Göttingen gelesen? Warum gehst Du nicht darauf ein, wenn es Dir um „den Herrn Füllmich“ geht? Jede Meinung ist subjektiv. Vielleicht siehst Du ja manches anders als ich, teilst mir Deine Sichtweise mit und gibst mir damit die Möglichkeit, eine andere Perspektive einzunehmen und meine Meinung zu überdenken.


                  Und wenn Dir Dein Thema, so wichtig ist, dass Du unbedingt darüber diskutieren möchtest, dann mach doch einen Thread explizit dazu auf. Wenn sich jemand dafür interessiert, wird er mit Dir darüber „reden“, wenn nicht, bleibt Dir nichts anderes übrig, als zu akzeptieren, dass zumindest in diesem Forum keine gleichgesinnte „rote Socke“ anzutreffen ist. Egal wie sehr Du das beklagst.


                  Abschließend noch einmal etwas zum „System“: Jedes gesellschaftliche System, egal ob es sich um Behörden, Vereine, Verbände, Gewerkschaften oder sonst was handelt, besteht aus Menschen. Die in großen Gesellschaften nicht mehr ein großes Ganzes sehen (ihre Gemeinschaft), sondern nur noch sich selbst. Ein System ändert sich (mMn) stabil und dauerhaft nur, wenn sich diejenigen ändern, die es tragen, und das passiert in Individualgesellschaften höchstens dann, wenn die Eigeninteressen massiv gefährdet sind. Dafür geht es den Menschen des wohlstandverwahrlosten Wertewestens jedoch (noch) viel zu gut. 


                  Versucht man, ein dysfunktionales System von außen zu ändern, wird es zwar möglicherweise kippen, aber in aller Regel in das gegenteilige Extrem - was im Endeffekt dann dasselbe hervorbringt wie zuvor. Ob rechter oder linker Extremismus, ob Kreuzritter und Hexenverbrennung oder islamistische Selbstmordattentäter ... im Kern besteht aus meiner Sicht kein Unterschied. Und deshalb sind auch die Folgen ähnlich, nämlich Destruktivität: Gewalt, Ausbeutung, Zerstörung, Tod.


                  nicolas hatte in seinem Beitrag geschrieben: „Wenn du wirklich alles durchschaust, bleibt dir am Ende nur die Einsamkeit.“. Ich befürchte, er hat recht. Und deshalb suche eine Nische für mich am Rande der Zivilisation, ohne die auch ich (leider) nicht leben kann.


                  Gruß

                  Lilofee

                  answershare

                  30.05.26 15:38

                  Salut Lilofee


                  Also. was die Guèrot betrifft, denke ich weniger, dass sie jemals begreift, was wirklich gespielt wird.

                  Sie hat nie explizit die herrschende Klasse angeprangert, hat immer systemimmanent gearbeitet und dementsprechend reagiert.

                  Dafür ist sie zu Alt und bei ihrem Hintergrund. hätte sie sich schon längst gegen das System stellen müssen.

                  Sie tat es aber nicht.

                  Sie ist eine von diesen Reformerinnen die noch an diese Gesellschaft glaubt und sich dementsprechend an den Symptomen abarbeitet.

                  Mittlerweile bin ich zu der Erkenntnis gekommen, das alles besser ist als dieses System das uns, wenn wir die herrschende Klasse nicht vernichten unseren Untergang beschert.


                  Was denn Fuellmich betrifft. reichen mir seine Taten, die er bis zu seiner Verhaftung begangen hat aus, um mir ein Bild von ihm zu machen.

                  Mir ginge es in diesem Themenbaum u.a. darum, aufzuzeigen, welche Leute sich seit dem Frühjahr 2020 engagieren und mittlerweile auf dieser Empörungsindustrie, respektive Aufklärungsschiene fahren, wie bspw. dieser Paul Brandenburg und niemand bemerkt, das die alle nur ihre partikularen Interessen vertreten.


                  Als Nachgang mal etwas von Dmitry Orlov, das meine ganz persönliche Ansicht weitestgehend widerspiegelt


                  In größeren Gruppen ist jede sinnvolle Diskussion über einen Zusammenbruch völlig ausgeschlossen

                  Es gibt zwei unterschiedliche Komponenten der menschlichen Natur: die soziale und die einzelgängerische. Während die meisten Menschen streng sozial sind – insofern als all ihre Motivationen, Normen, Zwänge und Belohnungen sich aus ihren Interaktionen mit anderen ergeben –, gibt es auch eine ganze Menge Einzelgänger, die aus sich heraus motiviert sind, ihre Belohnungen direkt aus der Natur beziehen und deren einzige Zwänge selbst auferlegte sind. Der solitäre Teil der menschlichen Natur ist eindeutig der höher entwickelte – die Menschheit hat sich durch die Bemühungen brillanter Einzelgänger und Exzentriker weiterentwickelt. Ihre Namen leben ewig weiter, gerade weil die Gesellschaft nicht in der Lage war, ihre Brillanz auszulöschen oder ihre Initiativen zu vereiteln.

                  Unser sozialer Herdentrieb ist primitiv und führt leider sehr zuverlässig zu Mittelmäßigkeit und Konformismus. Wir haben uns ursprünglich dazu entwickelt, in kleinen Gruppen von wenigen Großfamilien zu leben – klein genug, um alle Beziehungen persönlich zu halten. Solche Gruppen können leicht ein paar brillante Exzentriker beherbergen. Aber unsere evolutionär sehr neuen Experimente, die über diesen begrenzten Rahmen hinausgehen, scheinen sich auf Herdeninstinkte zu stützen, die wohl nicht einmal spezifisch menschlich oder sogar nicht einmal spezifisch für Primaten sind. Bei unmittelbarer Gefahr neigen große Gruppen von Menschen zu Panik und Flucht. Bei solchen Gelegenheiten werden regelmäßig Menschen zertrampelt und zerquetscht: ein Höhepunkt der Evolution. Wenn wir uns also eine überlebensfähige Zukunft in zerrütteten Verhältnissen vorstellen, ist es besser, wenn wir uns auf Einzelpersonen und kleinere, zusammenhaltende, kooperative Gruppen konzentrieren statt auf größere Einheiten – seien dies nun bestehende, vor dem Zusammenbruch stehende Gemeinden, Regionen, Nationen oder die Menschheit als Ganzes.

                  Wer das Bedürfnis verspürt, integrativ und entgegenkommend zu sein und einen Konsens zu suchen, muss die gewaltige Kraft der sozialen Trägheit verstehen. Sie ist eine unbewegliche, erdrückende Last. «Wir müssen die Meinungen der Gesellschaft als Ganzes berücksichtigen» bedeutet: «Wir müssen uns blockieren lassen von der mangelnden Bereitschaft oder der Unfähigkeit anderer Menschen, drastische, aber notwendige Veränderungen vorzunehmen.»

                  In größeren Gruppen ist jede sinnvolle Diskussion über einen Zusammenbruch völlig ausgeschlossen. Die Themen, die hier diskutiert werden, drehen sich darum, Wege zu finden, das gegenwärtige System durch alternative Mittel aufrechtzuerhalten: erneuerbare Energie, ökologische Landwirtschaft, Gründung oder Unterstützung lokaler Unternehmen, Fahrradfahren statt Autofahren und so weiter. Nichts von all dem ist schlecht, aber sich darauf zu konzentrieren bedeutet, die größere Frage nach der notwendigen radikalen sozialen Vereinfachung zu ignorieren. Es ist unwahrscheinlich, dass wir diese radikale Vereinfachung in einer Reihe von kontrollierten Schritten erreichen können; das wäre so, als würde man eine Abbruchmannschaft bitten, ein Gebäude Stein für Stein, ein Stockwerk nach dem anderen abzureißen, statt dem Standardverfahren zu folgen – nämlich sprengen, Schutt wegschaffen, eine neue Baugrube graben und ein Fundament gießen.


                  Noch´n lieben Gruß


                  De´Cemin

                  👍 0👎 0😂 0😢 0😠 0❤️ 0🙏 0🤡 0

                   
                  De Cemin

                  Salut Lilofee


                  Also. was die Guèrot betrifft, denke ich weniger, dass sie jemals begreift, was wirklich gespielt wird.

                  Sie hat nie explizit die herrschende Klasse angeprangert, hat immer systemimmanent gearbeitet und dementsprechend reagiert.

                  Dafür ist sie zu Alt und bei ihrem Hintergrund. hätte sie sich schon längst gegen das System stellen müssen.

                  Sie tat es aber nicht.

                  Sie ist eine von diesen Reformerinnen die noch an diese Gesellschaft glaubt und sich dementsprechend an den Symptomen abarbeitet.

                  Mittlerweile bin ich zu der Erkenntnis gekommen, das alles besser ist als dieses System das uns, wenn wir die herrschende Klasse nicht vernichten unseren Untergang beschert.


                  Was denn Fuellmich betrifft. reichen mir seine Taten, die er bis zu seiner Verhaftung begangen hat aus, um mir ein Bild von ihm zu machen.

                  Mir ginge es in diesem Themenbaum u.a. darum, aufzuzeigen, welche Leute sich seit dem Frühjahr 2020 engagieren und mittlerweile auf dieser Empörungsindustrie, respektive Aufklärungsschiene fahren, wie bspw. dieser Paul Brandenburg und niemand bemerkt, das die alle nur ihre partikularen Interessen vertreten.


                  Als Nachgang mal etwas von Dmitry Orlov, das meine ganz persönliche Ansicht weitestgehend widerspiegelt


                  In größeren Gruppen ist jede sinnvolle Diskussion über einen Zusammenbruch völlig ausgeschlossen

                  Es gibt zwei unterschiedliche Komponenten der menschlichen Natur: die soziale und die einzelgängerische. Während die meisten Menschen streng sozial sind – insofern als all ihre Motivationen, Normen, Zwänge und Belohnungen sich aus ihren Interaktionen mit anderen ergeben –, gibt es auch eine ganze Menge Einzelgänger, die aus sich heraus motiviert sind, ihre Belohnungen direkt aus der Natur beziehen und deren einzige Zwänge selbst auferlegte sind. Der solitäre Teil der menschlichen Natur ist eindeutig der höher entwickelte – die Menschheit hat sich durch die Bemühungen brillanter Einzelgänger und Exzentriker weiterentwickelt. Ihre Namen leben ewig weiter, gerade weil die Gesellschaft nicht in der Lage war, ihre Brillanz auszulöschen oder ihre Initiativen zu vereiteln.

                  Unser sozialer Herdentrieb ist primitiv und führt leider sehr zuverlässig zu Mittelmäßigkeit und Konformismus. Wir haben uns ursprünglich dazu entwickelt, in kleinen Gruppen von wenigen Großfamilien zu leben – klein genug, um alle Beziehungen persönlich zu halten. Solche Gruppen können leicht ein paar brillante Exzentriker beherbergen. Aber unsere evolutionär sehr neuen Experimente, die über diesen begrenzten Rahmen hinausgehen, scheinen sich auf Herdeninstinkte zu stützen, die wohl nicht einmal spezifisch menschlich oder sogar nicht einmal spezifisch für Primaten sind. Bei unmittelbarer Gefahr neigen große Gruppen von Menschen zu Panik und Flucht. Bei solchen Gelegenheiten werden regelmäßig Menschen zertrampelt und zerquetscht: ein Höhepunkt der Evolution. Wenn wir uns also eine überlebensfähige Zukunft in zerrütteten Verhältnissen vorstellen, ist es besser, wenn wir uns auf Einzelpersonen und kleinere, zusammenhaltende, kooperative Gruppen konzentrieren statt auf größere Einheiten – seien dies nun bestehende, vor dem Zusammenbruch stehende Gemeinden, Regionen, Nationen oder die Menschheit als Ganzes.

                  Wer das Bedürfnis verspürt, integrativ und entgegenkommend zu sein und einen Konsens zu suchen, muss die gewaltige Kraft der sozialen Trägheit verstehen. Sie ist eine unbewegliche, erdrückende Last. «Wir müssen die Meinungen der Gesellschaft als Ganzes berücksichtigen» bedeutet: «Wir müssen uns blockieren lassen von der mangelnden Bereitschaft oder der Unfähigkeit anderer Menschen, drastische, aber notwendige Veränderungen vorzunehmen.»

                  In größeren Gruppen ist jede sinnvolle Diskussion über einen Zusammenbruch völlig ausgeschlossen. Die Themen, die hier diskutiert werden, drehen sich darum, Wege zu finden, das gegenwärtige System durch alternative Mittel aufrechtzuerhalten: erneuerbare Energie, ökologische Landwirtschaft, Gründung oder Unterstützung lokaler Unternehmen, Fahrradfahren statt Autofahren und so weiter. Nichts von all dem ist schlecht, aber sich darauf zu konzentrieren bedeutet, die größere Frage nach der notwendigen radikalen sozialen Vereinfachung zu ignorieren. Es ist unwahrscheinlich, dass wir diese radikale Vereinfachung in einer Reihe von kontrollierten Schritten erreichen können; das wäre so, als würde man eine Abbruchmannschaft bitten, ein Gebäude Stein für Stein, ein Stockwerk nach dem anderen abzureißen, statt dem Standardverfahren zu folgen – nämlich sprengen, Schutt wegschaffen, eine neue Baugrube graben und ein Fundament gießen.


                  Noch´n lieben Gruß


                  De´Cemin

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                  30.05.26 16:51

                  Dein Urteil über Guèrot klingt sehr hart. Aber es passt gut zu meiner Einschätzung der Person. Ich habe den Eindruck einer sehr naiven und gutgläubigen Person, die jetzt vollkommen von der Situation intellektuell überfordert ist. Sie sieht bestenfalls ansatzweise was gerade - seit mindestens zwei Dekaden - abgeht. Hätte sie sich nicht zu oft und zu laut systeminkompatibel geäußert, und wäre deshalb sanktioniert worden, würde sie immer noch tief und fest schlafen.


                  Sie kann schön schwätzen und man glaubt sie wäre klug, aber sie ist es nicht. Sie ist nach meiner Wahrnehmung ein Klugschwätzer, im Rahmen ihrer doch eingeschränkten intellektuellen Möglichkeiten.

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