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![]() | Catweazle90 | ![]() 20.05.26 18:56 |
Ich stelle mir immer wieder die Frage, wie wir komplett aus diesem raffgierigen Geldsystem raus kommen können. Aus meiner Sicht ist das Geld die Wurzel allen Übels. Es gibt ja nicht umsonst den Spruch "Geld regiert die Welt" aber wie würde es funktionieren, sich von diesem Geldsystem komplett raus zu nehmen? Letztlich ist es doch nichts anderes als ein Tauschmittel. Während Corona kam mir dann eine Idee. Wie wäre es, wenn man genügend Menschen zusammen bekommt, um ein eigenständiges Dorf zu Gründen? Ein Dorf in dem keiner etwas bezahlen muss sondern die einzige Bedingung ist, dass man für die Mitglieder dieses Dorfes etwas konstruktives beiträgt. Man fängt quasi nochmal bei 0 an und baut von Grund auf nochmal was neues auf. Man baut seine eigenen Häuser (müssen ja nicht die Luxuriösesten sein auch mit einfacheren Mitteln kann man schöne Häuser bauen z.B. Blockhäuser aus Holz), produziert in der Gemeinschaft seinen eigenen Strom, seine eigenen Lebensmittel, seine eigenen Medikamente (Naturheilkunde), etc. etc. etc. Das einzige wofür ich noch keine Lösung gefunden habe ist, dass man einen entsprechenden Grund dafür bräuchte wo man das durchziehen kann. Wer wäre prinzipiell offen für meine Idee, hat noch Verbesserungsvorschläge oder eigene Ideen, die er einbringen möchte oder hat auch konstruktive Kritik an meiner Idee. Es gibt bestimmt noch einige Punkte die ich gar nicht auf dem Schirm habe aber vielleicht kann man ja gemeinsam etwas schaffen, was diese Welt besser macht. Ich hoffe mit dieser Idee vielleicht einen kleinen Beitrag dafür besteuern zu können und hoffe auf anregende und schöne Gespräche. | ||
Thumbs up


![]() | Implikat Gottes | 21.05.26 00:23 |
"Aus meiner Sicht ist das Geld die Wurzel allen Übels." Naja, da gibt es doch ein paar Wurzeln, die noch bedeutend tiefer reichen - z.B. Dummheit, Feigheit und Opportunismus. Außerdem mag Geld durchaus ein Übel sein - aber ohne Geld gibt es andererseits keine arbeitsteilige Wirtschaft und damit nur jämmerliche Armut. "Letztlich ist es doch nichts anderes als ein Tauschmittel." Geld als Tauschmittel zu verstehen, ist nach Paul C. Martin ein klarer Fall von 'Mickey-Mouse-Ökonomie'. Was bekommst Du denn im Tausch, wenn Dir der Staat Geld abknöpft? Masochistische Peitschenstreich(el)einheiten? (Und einzig zur Steuer-/Tributzahlung ist das Geld überhaupt erst - vom Staat - erfunden worden. Die Brauchbarkeit zum Handeln ist nur ein mehr oder weniger zufälliger Nebeneffekt - genau wie bei Kippen und Schnaps, die sich in Notzeiten regelmäßig wieder als Notwährung etablieren. Sie 'sind' deswegen sehr wohl was anderes als 'letztlich ein Tauschmittel'. Und das ist auch eine wichtige Eigenschaft für ordentliches Geld: es muß noch eine andere wichtige Funktion als bloß den Tauschwert besitzen. Weil FIAT-Geld keinen solchen intrinsischen Wert hat, hat sich bisher noch jede FIAT-Währung nach ein paar Jahren in inflationärem Wohlgefallen aufgelöst.) "Ein Dorf in dem keiner etwas bezahlen muss sondern die einzige Bedingung ist, dass man für die Mitglieder dieses Dorfes etwas konstruktives beiträgt." Das Problem ist: Wer legt fest, was 'konstruktiv' ist? Man muß kein Prophet sein, um zu sehen, daß das eher früher als später irgendein blasierter Beamtenarsch sein wird, der aus irgendwelchen hirnverbrannten Gründen etwas völlig destruktives als Musterbeispiel für Konstruktivität definieren wird. Was konstruktiv ist und was nicht, muß sich vielmehr darin entscheiden, was ein Käufer am Markt dafür bezahlen möchte. Außerdem gibt es verschiedene Ambitionen im wirtschaftlichen Fortkommen. Der eine tut nur das Nötigste, was für seine bescheidenen Ansprüche auch ausreicht - der andere reißt sich den Arsch auf, um seinen hohen Ansprüchen auch gerecht werden zu können. Mit so einer kommunistischen Gleichmacherei züchtest Du den Schlendrian bei maximalen Ansprüchen. Ansonsten finde ich Deine Idee sehr gut - bzw. ist es auch die meine. Aber: So eine Nummer ist ja fast wie eine Heirat mit mehreren Teilnehmern und man kann sich damit sehr unglücklich machen. Deswegen muß möglichst genau geklärt werden, in welche Richtung es gehen soll - und es müssen strenge Kriterien an die Teilnehmer angelegt werden. | ||
Thumbs up


![]() | snafu cris | 21.05.26 06:59 |
In Spanien gibt es Gemeinden (bestimmt auch in anderen Ländern) die vor dem austerben stehen und beste Bedingungen für neue möglichst junge Mitglieder bieten. Geld braucht man da allerdings immer. Ich würde damit anfangen eine private Dorfwährung neben dem normalen Geld zu nutzen um sich dann immer mehr abzukoppeln. Allerdings wird man Steuern und manche Geräte auch weiterhin nur gegen stinknormales Geld erledigt bekommen. Wenn es gut läuft kann man ja immer mehr autark und in der Dorfwährung machen. Genau so wird die Ernährung anfangs nicht autark funktionieren, da muss wohl auch zugekauft werden... Aber das sind Ausführungsdetails, die Idee ist gut und es existieren schon etlich solche Dörfer. Von einem (Nähe Barcelona) habe ich gehört das haben die einfach besetzt. | ||
Thumbs up


![]() | Pirat69 | 21.05.26 08:27 |
Boa, so viel zu lesen schon wieder.... Die Überschrift hört sich an wie eine Weiterentwicklung dieses Tittensozialismus 🤪🤣🤣🤣 ....dabei is doch schon die Vereinigung von zwei Menschen eine schwierige, laute und schmutzige Sache.... | ||
Laughing with tears


![]() | Catweazle90 | 21.05.26 09:25 |
"ohne Geld gibt es andererseits keine arbeitsteilige Wirtschaft und damit nur jämmerliche Armut" Zum einen bräuchte man in meiner Vorstellung einer kleinen funktionierenden Gemeinschaft gar keine Wirtschaft mehr in dem Sinne, wie man es heute kennt und zum zweiten sehe ich das mit der jämmerlichen Armut aus einer etwas anderen Sicht. Man verzichtet auf einen großen Teil seines Luxus in dem man heutzutage so lebt ja aber dafür lebt man nicht mehr zum arbeiten sondern arbeitet um zu leben. Ich führe das mal etwas genauer aus um zu erklären, was ich damit meine. Heutzutage arbeiten wir ja mehr für den Staat als für uns selbst und ehrlich gesagt habe ich keine Lust mehr, diesen unnötigen Wasserkopf, der sich Politiker, Beamte, Bänker, Aktionäre etc. schimpft zu finanzieren. Wer braucht denn dieses Gesindel zum überleben? Keiner von denen schafft einen tatsächlichen Mehrwert für die Gesellschaft. Wie wäre es, wenn wir nur noch für uns arbeiten und für eine kleine Gemeinschaft, die uns dafür auch etwas zurück gibt? Ich gebe dir völlig recht mit deiner Aussage, dass das FIAT-Geld nicht primär als Tauschmittel geplant wurde. Mit der Aussage habe ich mich etwas ungeschickt ausgedrückt. Ich meinte nicht das FIAT-Geld was wir heutzutage haben, sondern wirklich den Ursprung des Tauschhandels noch weit vor dem FIAT-Geld. Auch mit dem Wort 'konstruktiv' hab ich mich sehr ungeschickt ausgedrückt. Mit konstruktiv meinte ich, dass man einen tatsächlichen Mehrwert für die Gemeinschaft erbringt, so dass sich die Gemeinschaft am Ende im ganzen ergänzt. Und das sind dann auch die Aufnahmebedingungen um in diese Gemeinschaft kommen zu können. Natürlich muss man auch strenge Regeln festlegen. Aber ich sehe es weniger wir eine Hochzeit mit vielen sondern viel mehr wie eine Dorfgemeinschaft wo jeder jeden kennt und miteinander auskommt. | ||
In Spanien gibt es Gemeinden (bestimmt auch in anderen Ländern) die vor dem austerben stehen und beste Bedingungen für neue möglichst junge Mitglieder bieten. Geld braucht man da allerdings immer.
Ich würde damit anfangen eine private Dorfwährung neben dem normalen Geld zu nutzen um sich dann immer mehr abzukoppeln. Allerdings wird man Steuern und manche Geräte auch weiterhin nur gegen stinknormales Geld erledigt bekommen.
Wenn es gut läuft kann man ja immer mehr autark und in der Dorfwährung machen.
Genau so wird die Ernährung anfangs nicht autark funktionieren, da muss wohl auch zugekauft werden...
Aber das sind Ausführungsdetails, die Idee ist gut und es existieren schon etlich solche Dörfer.
Von einem (Nähe Barcelona) habe ich gehört das haben die einfach besetzt.


![]() | Catweazle90 | 21.05.26 09:43 |
Spanien ist alles gut und schön aber ich will nicht aus dem Deutschsprachigen Raum raus. Allein schon weil ich sprachlich sehr schlecht bin. Für mich ist Englisch schon extrem schwierig. Dass man das Stück für Stück machen muss, ist mir bewusst. Bis man die ersten Lebensmittel ernten und selbst herstellen kann vergeht nun mal eine gewisse Zeit. Meine Idee wäre eher als das Endziel zu verstehen. Dass man irgendwann sich komplett vom Geldsystem abkoppelt. Wie man dahin kommt, muss man dann in der Gemeinschaft zusammen ausdiskutieren. | ||


![]() | Manuel2023 | 21.05.26 12:09 |
Ich würde an deiner Stelle zuerst grundlegende Fragen klären, z. B.: 1. Welche Bedürfnisse treiben mich persönlich an? 2. Welche Grenzen habe ich selbst? 3. Welches Menschenbild soll dem Projekt zu Grunde liegen? 4. Welches Weltbild soll dem Projekt zu Grunde liegen? 5. Welche metaethische, ethische und moralische Basis soll dem Projekt zu Grunde liegen? 6. Welche naturwissenschaftlichen Kompetenzen sind für ein derartiges Projekt in welchem Umfang minimal notwendig? 7. Welche ingenieurwissenschaftlichen Kompetenzen sind für ein derartiges Projekt in welchem Umfang minimal notwendig? 8. Welche handwerklichen Kompetenzen sind für ein derartiges Projekt in welchem Umfang minimal notwendig? 9. Welche sozialwissenschaftlichen Kompetenzen sind für ein derartiges Projekt in welchem Umfang minimal notwendig? 10. Welche spezifisch menschlichen Kompetenzen sind für ein derartiges Projekt in welchem Umfang minimal notwendig? 11. Welche charakterlichen Kompetenzen sind für ein derartiges Projekt in welchem Umfang minimal notwendig? 12. Wie kann man Interessenten finden? 13. Wie kann man Interessenten bzgl. ihrer Eignung beurteilen? 14. Welche Schnittstellen benötig das Projekt zur bestehenden Aussenwelt, in die das Projekt zwangsläufig eingebettet ist? 15. Welche Ressourcen können nicht selbst produziert werden und müssen daher von der Welt außerhalb des Projekts bezogen werden? 16. Ist Autarkie grundsätzlich möglich oder unmöglich? 17. Welchen maximalen Lebensstandard soll das Projekt bieten? 18. Wie soll das Projekt mit der menschlichen Irrationalität umgehen? 19. Welche einmaligen Anlaufkosten entstehen? 20. Welche Kosten entstehen pro neuem Mitglied? Ein paar standardmäßig benötigte Ressourcen: * Wasser-Versorgung * Nahrung * Kleidung * Wohnen * Abwasser-Entsorgung * Abfall-Entsorgung * Heizung * elektrischer Strom * Verkehr * Wissen (Erziehung, Schule, Ausbildung, Bibliothek) * Kommunikation (Internet) * Selbstorganisation und Selbstregulation (Legislative) * Verwaltung (Exekutive) * Schlichtung (Judikative) * Umgang mit dem Altern * Versorgung bei Krankheit * Medikamente * Pflege von Pflegebedürftigen * Aussenwelt-Schnittstellen Dann schau dir bestehende Dorfgemeinschaften an, um deinen ersten Entwurf an der existierenden Wirklichkeit zu prüfen. Du wirst nach einiger Zeit feststellen, dass Geld das allerkleinste Problem ist, dass es zu lösen gilt. Geld kann man tatsächlich relativ leicht auftreiben, vorausgesetzt man ist ausreichend rational und clever. Für den Handel innerhalb eines Projekts kann man eine lokale Währung wie beim Wörgl-Projekt (1932) und in heutigen LETS-Systemen nutzen. Nach außen funktioniert das jedoch nicht. Solche Projekte fordern von den Mitgliedern entweder ein sehr hohes ethisches Niveau, ausgeprägte Ichstärke, Mündigkeit, Selbstreflexion, intellektuelle Redlichkeit und intersubjektive und soziale Reife, um ein anarchisches (herrschaftsfreies) System zu leben, oder sie funktionieren mit einer Ideologie plus einem Führer und einer unterwürfigen Gefolgschaft. Wenn ein solches Projekt innerhalb des Hoheitsgebietes eines Staates aufgebaut werden soll, also nicht in "internationalen Gewässern", auf dem Mond oder dem Mars, kann dies nicht ohne bewusste Einbettung in das äußere System, dem du vermutlich entfliehen willst, funktionieren – eine eskapistische Motivation kann daher bestenfalls partiell erfolgreich sein. | ||
Thumbs up
In Spanien gibt es Gemeinden (bestimmt auch in anderen Ländern) die vor dem austerben stehen und beste Bedingungen für neue möglichst junge Mitglieder bieten. Geld braucht man da allerdings immer.
Ich würde damit anfangen eine private Dorfwährung neben dem normalen Geld zu nutzen um sich dann immer mehr abzukoppeln. Allerdings wird man Steuern und manche Geräte auch weiterhin nur gegen stinknormales Geld erledigt bekommen.
Wenn es gut läuft kann man ja immer mehr autark und in der Dorfwährung machen.
Genau so wird die Ernährung anfangs nicht autark funktionieren, da muss wohl auch zugekauft werden...
Aber das sind Ausführungsdetails, die Idee ist gut und es existieren schon etlich solche Dörfer.
Von einem (Nähe Barcelona) habe ich gehört das haben die einfach besetzt.


![]() | Pirat69 | 21.05.26 12:33 |
Jo, auch gute Gedanken. Aber macht doch erstmal den ersten Schritt und besorgt Grund und Boden und beginnt Häuser zu Bauen.... | ||
Ich würde an deiner Stelle zuerst grundlegende Fragen klären, z. B.:
1. Welche Bedürfnisse treiben mich persönlich an?
2. Welche Grenzen habe ich selbst?
3. Welches Menschenbild soll dem Projekt zu Grunde liegen?
4. Welches Weltbild soll dem Projekt zu Grunde liegen?
5. Welche metaethische, ethische und moralische Basis soll dem Projekt zu Grunde liegen?
6. Welche naturwissenschaftlichen Kompetenzen sind für ein derartiges Projekt in welchem Umfang minimal notwendig?
7. Welche ingenieurwissenschaftlichen Kompetenzen sind für ein derartiges Projekt in welchem Umfang minimal notwendig?
8. Welche handwerklichen Kompetenzen sind für ein derartiges Projekt in welchem Umfang minimal notwendig?
9. Welche sozialwissenschaftlichen Kompetenzen sind für ein derartiges Projekt in welchem Umfang minimal notwendig?
10. Welche spezifisch menschlichen Kompetenzen sind für ein derartiges Projekt in welchem Umfang minimal notwendig?
11. Welche charakterlichen Kompetenzen sind für ein derartiges Projekt in welchem Umfang minimal notwendig?
12. Wie kann man Interessenten finden?
13. Wie kann man Interessenten bzgl. ihrer Eignung beurteilen?
14. Welche Schnittstellen benötig das Projekt zur bestehenden Aussenwelt, in die das Projekt zwangsläufig eingebettet ist?
15. Welche Ressourcen können nicht selbst produziert werden und müssen daher von der Welt außerhalb des Projekts bezogen werden?
16. Ist Autarkie grundsätzlich möglich oder unmöglich?
17. Welchen maximalen Lebensstandard soll das Projekt bieten?
18. Wie soll das Projekt mit der menschlichen Irrationalität umgehen?
19. Welche einmaligen Anlaufkosten entstehen?
20. Welche Kosten entstehen pro neuem Mitglied?
Ein paar standardmäßig benötigte Ressourcen:
* Wasser-Versorgung
* Nahrung
* Kleidung
* Wohnen
* Abwasser-Entsorgung
* Abfall-Entsorgung
* Heizung
* elektrischer Strom
* Verkehr
* Wissen (Erziehung, Schule, Ausbildung, Bibliothek)
* Kommunikation (Internet)
* Selbstorganisation und Selbstregulation (Legislative)
* Verwaltung (Exekutive)
* Schlichtung (Judikative)
* Umgang mit dem Altern
* Versorgung bei Krankheit
* Medikamente
* Pflege von Pflegebedürftigen
* Aussenwelt-Schnittstellen
Dann schau dir bestehende Dorfgemeinschaften an, um deinen ersten Entwurf an der existierenden Wirklichkeit zu prüfen.
Du wirst nach einiger Zeit feststellen, dass Geld das allerkleinste Problem ist, dass es zu lösen gilt. Geld kann man tatsächlich relativ leicht auftreiben, vorausgesetzt man ist ausreichend rational und clever. Für den Handel innerhalb eines Projekts kann man eine lokale Währung wie beim Wörgl-Projekt (1932) und in heutigen LETS-Systemen nutzen. Nach außen funktioniert das jedoch nicht.
Solche Projekte fordern von den Mitgliedern entweder ein sehr hohes ethisches Niveau, ausgeprägte Ichstärke, Mündigkeit, Selbstreflexion, intellektuelle Redlichkeit und intersubjektive und soziale Reife, um ein anarchisches (herrschaftsfreies) System zu leben, oder sie funktionieren mit einer Ideologie plus einem Führer und einer unterwürfigen Gefolgschaft.
Wenn ein solches Projekt innerhalb des Hoheitsgebietes eines Staates aufgebaut werden soll, also nicht in "internationalen Gewässern", auf dem Mond oder dem Mars, kann dies nicht ohne bewusste Einbettung in das äußere System, dem du vermutlich entfliehen willst, funktionieren – eine eskapistische Motivation kann daher bestenfalls partiell erfolgreich sein.


![]() | Pirat69 | 21.05.26 15:14 |
Ok, zieh das Projekt am besten allein durch! Es wird nach all diesen Fragen kein anderes menschliches Wesen dafür mehr übrig bleiben das dafür in Frage kommt! | ||
Ich würde an deiner Stelle zuerst grundlegende Fragen klären, z. B.:
1. Welche Bedürfnisse treiben mich persönlich an?
2. Welche Grenzen habe ich selbst?
3. Welches Menschenbild soll dem Projekt zu Grunde liegen?
4. Welches Weltbild soll dem Projekt zu Grunde liegen?
5. Welche metaethische, ethische und moralische Basis soll dem Projekt zu Grunde liegen?
6. Welche naturwissenschaftlichen Kompetenzen sind für ein derartiges Projekt in welchem Umfang minimal notwendig?
7. Welche ingenieurwissenschaftlichen Kompetenzen sind für ein derartiges Projekt in welchem Umfang minimal notwendig?
8. Welche handwerklichen Kompetenzen sind für ein derartiges Projekt in welchem Umfang minimal notwendig?
9. Welche sozialwissenschaftlichen Kompetenzen sind für ein derartiges Projekt in welchem Umfang minimal notwendig?
10. Welche spezifisch menschlichen Kompetenzen sind für ein derartiges Projekt in welchem Umfang minimal notwendig?
11. Welche charakterlichen Kompetenzen sind für ein derartiges Projekt in welchem Umfang minimal notwendig?
12. Wie kann man Interessenten finden?
13. Wie kann man Interessenten bzgl. ihrer Eignung beurteilen?
14. Welche Schnittstellen benötig das Projekt zur bestehenden Aussenwelt, in die das Projekt zwangsläufig eingebettet ist?
15. Welche Ressourcen können nicht selbst produziert werden und müssen daher von der Welt außerhalb des Projekts bezogen werden?
16. Ist Autarkie grundsätzlich möglich oder unmöglich?
17. Welchen maximalen Lebensstandard soll das Projekt bieten?
18. Wie soll das Projekt mit der menschlichen Irrationalität umgehen?
19. Welche einmaligen Anlaufkosten entstehen?
20. Welche Kosten entstehen pro neuem Mitglied?
Ein paar standardmäßig benötigte Ressourcen:
* Wasser-Versorgung
* Nahrung
* Kleidung
* Wohnen
* Abwasser-Entsorgung
* Abfall-Entsorgung
* Heizung
* elektrischer Strom
* Verkehr
* Wissen (Erziehung, Schule, Ausbildung, Bibliothek)
* Kommunikation (Internet)
* Selbstorganisation und Selbstregulation (Legislative)
* Verwaltung (Exekutive)
* Schlichtung (Judikative)
* Umgang mit dem Altern
* Versorgung bei Krankheit
* Medikamente
* Pflege von Pflegebedürftigen
* Aussenwelt-Schnittstellen
Dann schau dir bestehende Dorfgemeinschaften an, um deinen ersten Entwurf an der existierenden Wirklichkeit zu prüfen.
Du wirst nach einiger Zeit feststellen, dass Geld das allerkleinste Problem ist, dass es zu lösen gilt. Geld kann man tatsächlich relativ leicht auftreiben, vorausgesetzt man ist ausreichend rational und clever. Für den Handel innerhalb eines Projekts kann man eine lokale Währung wie beim Wörgl-Projekt (1932) und in heutigen LETS-Systemen nutzen. Nach außen funktioniert das jedoch nicht.
Solche Projekte fordern von den Mitgliedern entweder ein sehr hohes ethisches Niveau, ausgeprägte Ichstärke, Mündigkeit, Selbstreflexion, intellektuelle Redlichkeit und intersubjektive und soziale Reife, um ein anarchisches (herrschaftsfreies) System zu leben, oder sie funktionieren mit einer Ideologie plus einem Führer und einer unterwürfigen Gefolgschaft.
Wenn ein solches Projekt innerhalb des Hoheitsgebietes eines Staates aufgebaut werden soll, also nicht in "internationalen Gewässern", auf dem Mond oder dem Mars, kann dies nicht ohne bewusste Einbettung in das äußere System, dem du vermutlich entfliehen willst, funktionieren – eine eskapistische Motivation kann daher bestenfalls partiell erfolgreich sein.


![]() | Altostratus | 21.05.26 17:00 |
Welche metaethische, ethische und moralische Basis soll dem Projekt zu Grunde liegen? JAU, enorm wichtig. Sollte man vorab grundsätzlich genau abklären, damit es damit später keine Schwierigkeiten gibt. Mir fällt da das Projekt meines ehemaligen Teamleiters in Zürich ein. Autarke Landgemeinde in der Schweiz. Mit ein paar Gesinnungsgenossen seit 20 Jahren in der Mache. Konkret kein Ergebnis, aber gut geplant soweit. Allerdings: ... bis da der erste Zaun gezogen wird, sind die alle tot. Das wird so nix. | ||
Welche metaethische, ethische und moralische Basis soll dem Projekt zu Grunde liegen?
JAU, enorm wichtig. Sollte man vorab grundsätzlich genau abklären, damit es damit später keine Schwierigkeiten gibt.
Mir fällt da das Projekt meines ehemaligen Teamleiters in Zürich ein. Autarke Landgemeinde in der Schweiz. Mit ein paar Gesinnungsgenossen seit 20 Jahren in der Mache. Konkret kein Ergebnis, aber gut geplant soweit. Allerdings:
... bis da der erste Zaun gezogen wird, sind die alle tot. Das wird so nix.


![]() | Pirat69 | 21.05.26 22:03 |
...fragt man sich doch, wieso überhaupt Zâune???? | ||
...fragt man sich doch, wieso überhaupt Zâune????


![]() | Altostratus | 21.05.26 22:08 |
Guter Punkt. Da sieht man den glasklaren Intellekt. | ||


![]() | Implikat Gottes | 21.05.26 23:42 |
"Aber ich sehe es weniger wir eine Hochzeit mit vielen sondern viel mehr wie eine Dorfgemeinschaft wo jeder jeden kennt und miteinander auskommt." Vom besten Fall auszugehen, ist zwar ganz goldig, aber völlig unrealistisch. Entsprechend wird es ein Konfliktlösungsverfahren geben. Und damit dieses keine böse Überraschung wird und für unnötig weiteres böses Blut sorgt, muß es für alle erwartbaren Fälle vorab geklärt werden. Und diese Gesetzgebung sollte natürlich auch den Geist wiederspiegeln, den die Gemeinschaft verkörpern soll/will. "Ich meinte nicht das FIAT-Geld was wir heutzutage haben, sondern wirklich den Ursprung des Tauschhandels noch weit vor dem FIAT-Geld." Es ist nicht wirklich geklärt, was das erste Geld war. Infrage kommen mehr oder weniger diese drei:
Der springende Punkt ist, daß 'Tausch', also z.B. 1/2 Pferd gegen 150 Hühner nicht wirklich funktioniert, bzw. damit kein sinnvolles Wirtschaften praktikabel ist, sondern es eben (vernünftiges) Geld braucht. Ich setze da auf Edelmetall. Meine kleinste Stückelung sind 10€-Silbermünzen mit ca. 16g Silbergehalt, aktuell ca. 33€ wert. Für kleinere Einheiten müßte man sich halt was einfallen lassen. "bräuchte man in meiner Vorstellung einer kleinen funktionierenden Gemeinschaft gar keine Wirtschaft mehr in dem Sinne, wie man es heute kennt" Spätestens wenn der 1. Handel stattfindet, hast Du im Prinzip 'Wirtschaft, wie man es heute kennt' und brauchst Geld. (Vorher ist Subsistenzwirtschaft - selberproduzieren, selberfressen.) Ansonsten zeichnet sich 'Wirtschaft, wie man es heute kennt' natürlich auch durch allerlei Blödsinn aus, den man nicht braucht. Meintest Du was Bestimmtes? "und zum zweiten sehe ich das mit der jämmerlichen Armut aus einer etwas anderen Sicht. Man verzichtet auf einen großen Teil seines Luxus in dem man heutzutage so lebt ja aber dafür lebt man nicht mehr zum arbeiten sondern arbeitet um zu leben. Ich führe das mal etwas genauer aus um zu erklären, was ich damit meine. Heutzutage arbeiten wir ja mehr für den Staat als für uns selbst und ehrlich gesagt habe ich keine Lust mehr, diesen unnötigen Wasserkopf, der sich Politiker, Beamte, Bänker, Aktionäre etc. schimpft zu finanzieren. Wer braucht denn dieses Gesindel zum überleben? Keiner von denen schafft einen tatsächlichen Mehrwert für die Gesellschaft. Wie wäre es, wenn wir nur noch für uns arbeiten und für eine kleine Gemeinschaft, die uns dafür auch etwas zurück gibt?" Ich möchte nicht direkt auf ein totes Pferd setzen. 'Verzicht' ist kein Modus, der geeignet wäre, irgendeiner Lebensweise Strahlkraft zu verleihen. Ist ja auch nicht nachvollziehbar, wieso das einer wollen sollte - außer man ist ein Grünuche, folgt Julius Evola (nach dem ein Mann entweder ein Krieger oder ein Asket ist) oder man bescheidet sich eben entsprechend seiner Möglichkeiten, um nicht über seine Verhältnisse zu leben. Vielleicht liegt es ja nur am unglücklich gewähltem Begriff? ("Der Hohlkopf glaubt, daß der feinfühlige Mensch auf alles, dem er aus dem Weg geht, 'Verzicht' leiste." - Nicolás Gómez Dávila) Ich halte mich im Prinzip für einen bescheidenen Mann. Aber z.B. meine Ehrvorstellungen, meine Ansichten übers Wählen, meine Prepper-Vorratshaltung oder meine Absicht, mir mit unveganen Fleischklumpen und immer mit mindestens 1 mm 'zuviel' Butter auf dem Brot den Wanst vollzuschlagen, werden einige sicher als Luxus betrachten. Und wenn ich morgen - aus welchen Gründen auch immer was auch immer - für notwendig oder auch nur sinnvoll halte, so ist es in meinen Augen eben kein Luxus. Will heißen, was 'Luxus' heißt oder nicht heißt, liegt im Auge des Betrachters und bedeutet übersetzt ungefähr 'Was Du für richtig hältst, ist scheiße - was ich für richtig halte, ist richtig.' Ich vermute, unter den hier Anwesenden wird sich allerhöchstens vereinzelt mal ein Hamsterraddreher befinden. Insofern wäre das arbeiten, um zu leben, bei dem Projekt nicht gerade ein erst noch zu erreichendes Ziel. 😉 Es wäre schön, wenn wir nur noch für uns arbeiteten. Der springende Punkt ist der, daß das Gemeinwesen am Zerfallen ist - was mit hoher Wahrscheinlichkeit unseren Tod bedeutet, wenn es nicht gelingt, ein Rettungsboot zu basteln (und das sollte nicht bloß mit Subsistenzwirtschaft funktionieren - denn damit gehen schätzungsweise allerwenigstens 85% der Einwohner drauf). Dieser Zerfall ist ja typisch für den Niedergang einer Kultur bzw. Endstadium eines Staates (auch wenn das nicht ganz dasselbe ist). Das Rettungsboot ist natürlich ein neuer 'Staat' im Keimstadium, der leider auch irgendwann mit unnötigem Wasserkopf und ekelhaftem Gesindel enden wird. Ich wüßte nicht, wie man das ändern könnte. (Fromme Wünsche oder eine euphemistische Bezeichnung dafür würden natürlich auch nichts ändern. Du siehst ja, wie heute selbst klarste Gesetze in aller Selbstverständlichkeit eiskalt gebrochen werden.) Der Umstand, daß alles, was besteht, auch zugrundegeht, soll kein Grund sein, kein Rettungsboot zu basteln. | ||
Ich würde an deiner Stelle zuerst grundlegende Fragen klären, z. B.:
1. Welche Bedürfnisse treiben mich persönlich an?
2. Welche Grenzen habe ich selbst?
3. Welches Menschenbild soll dem Projekt zu Grunde liegen?
4. Welches Weltbild soll dem Projekt zu Grunde liegen?
5. Welche metaethische, ethische und moralische Basis soll dem Projekt zu Grunde liegen?
6. Welche naturwissenschaftlichen Kompetenzen sind für ein derartiges Projekt in welchem Umfang minimal notwendig?
7. Welche ingenieurwissenschaftlichen Kompetenzen sind für ein derartiges Projekt in welchem Umfang minimal notwendig?
8. Welche handwerklichen Kompetenzen sind für ein derartiges Projekt in welchem Umfang minimal notwendig?
9. Welche sozialwissenschaftlichen Kompetenzen sind für ein derartiges Projekt in welchem Umfang minimal notwendig?
10. Welche spezifisch menschlichen Kompetenzen sind für ein derartiges Projekt in welchem Umfang minimal notwendig?
11. Welche charakterlichen Kompetenzen sind für ein derartiges Projekt in welchem Umfang minimal notwendig?
12. Wie kann man Interessenten finden?
13. Wie kann man Interessenten bzgl. ihrer Eignung beurteilen?
14. Welche Schnittstellen benötig das Projekt zur bestehenden Aussenwelt, in die das Projekt zwangsläufig eingebettet ist?
15. Welche Ressourcen können nicht selbst produziert werden und müssen daher von der Welt außerhalb des Projekts bezogen werden?
16. Ist Autarkie grundsätzlich möglich oder unmöglich?
17. Welchen maximalen Lebensstandard soll das Projekt bieten?
18. Wie soll das Projekt mit der menschlichen Irrationalität umgehen?
19. Welche einmaligen Anlaufkosten entstehen?
20. Welche Kosten entstehen pro neuem Mitglied?
Ein paar standardmäßig benötigte Ressourcen:
* Wasser-Versorgung
* Nahrung
* Kleidung
* Wohnen
* Abwasser-Entsorgung
* Abfall-Entsorgung
* Heizung
* elektrischer Strom
* Verkehr
* Wissen (Erziehung, Schule, Ausbildung, Bibliothek)
* Kommunikation (Internet)
* Selbstorganisation und Selbstregulation (Legislative)
* Verwaltung (Exekutive)
* Schlichtung (Judikative)
* Umgang mit dem Altern
* Versorgung bei Krankheit
* Medikamente
* Pflege von Pflegebedürftigen
* Aussenwelt-Schnittstellen
Dann schau dir bestehende Dorfgemeinschaften an, um deinen ersten Entwurf an der existierenden Wirklichkeit zu prüfen.
Du wirst nach einiger Zeit feststellen, dass Geld das allerkleinste Problem ist, dass es zu lösen gilt. Geld kann man tatsächlich relativ leicht auftreiben, vorausgesetzt man ist ausreichend rational und clever. Für den Handel innerhalb eines Projekts kann man eine lokale Währung wie beim Wörgl-Projekt (1932) und in heutigen LETS-Systemen nutzen. Nach außen funktioniert das jedoch nicht.
Solche Projekte fordern von den Mitgliedern entweder ein sehr hohes ethisches Niveau, ausgeprägte Ichstärke, Mündigkeit, Selbstreflexion, intellektuelle Redlichkeit und intersubjektive und soziale Reife, um ein anarchisches (herrschaftsfreies) System zu leben, oder sie funktionieren mit einer Ideologie plus einem Führer und einer unterwürfigen Gefolgschaft.
Wenn ein solches Projekt innerhalb des Hoheitsgebietes eines Staates aufgebaut werden soll, also nicht in "internationalen Gewässern", auf dem Mond oder dem Mars, kann dies nicht ohne bewusste Einbettung in das äußere System, dem du vermutlich entfliehen willst, funktionieren – eine eskapistische Motivation kann daher bestenfalls partiell erfolgreich sein.


![]() | Implikat Gottes | 22.05.26 02:43 |
1. Welche Bedürfnisse treiben mich persönlich an? Der Wunsch zu überleben. 2. Welche Grenzen habe ich selbst? Es gibt wichtigeres als zu überleben. (Aber was, behalte ich lieber für mich.) 3. Welches Menschenbild soll dem Projekt zu Grunde liegen? 'Bild' impliziert eigentlich Unrealisamus - es sollte aber ein möglichst realistisches sein. 4. Welches Weltbild soll dem Projekt zu Grunde liegen? Natürlich gleichfalls ein möglichst realistisches. Bloß blöd, daß jeder natürlich seins für realistisch hält. Also sag ich mal im wissenschaftlichen Sinne das nach Kant, im weltanschaulichen Sinne das nach Nietzsche und im religiösen Sinne das nach Davila. 5. Welche metaethische, ethische und moralische Basis soll dem Projekt zu Grunde liegen? Letztbegründungen werden für unmöglich erachtet. Pflichten werden nach Notwendigkeit von den waffentragenden Männern bestimmt. Moral (sowie ausländisches Geschwafel wie 'Ethik') wird konsequent abgelehnt. Sitte entsprechend dem gotischen Gemeinrecht. 6. Welche naturwissenschaftlichen Kompetenzen sind für ein derartiges Projekt in welchem Umfang minimal notwendig? Auf n Plotz würde ich sagen, man sollte eine ungefähre Vorstellung davon haben, in welche Richtung die Schwerkraft wirkt und eine klare, ob.man Männlein oder Weiblein ist - für alles weitere sollte Lernfähigkeit und -willigkeit ausreichen. 7. Welche ingenieurwissenschaftlichen Kompetenzen sind für ein derartiges Projekt in welchem Umfang minimal notwendig? entbehrlich 8. Welche handwerklichen Kompetenzen sind für ein derartiges Projekt in welchem Umfang minimal notwendig? Das wäre eine ziemliche Liste mit Potential, ne Menge zu vergessen 9. Welche sozialwissenschaftlichen Kompetenzen sind für ein derartiges Projekt in welchem Umfang minimal notwendig? Keine Ahnung, wie man sowas quantifizieren soll. Aber es gibt Menschen mit Menschenkenntnis - und ich würde aus den 20 besten davon ein Gremium bilden, die das Projekt beobachten, darüber beraten und der Führung ihre Erkenntnisse zur Verfügung stellen. Soziologenmüll soll allerdings nicht stattfinden. 10. Welche spezifisch menschlichen Kompetenzen sind für ein derartiges Projekt in welchem Umfang minimal notwendig? Das wäre wieder eine ziemliche Liste mit Potential, ne Menge zu vergessen... Na gut, ein paar...
11. Welche charakterlichen Kompetenzen sind für ein derartiges Projekt in welchem Umfang minimal notwendig?
12. Wie kann man Interessenten finden? Abwarten, bis der Schmerz ausreicht, dann melden sie sich hier. 13. Wie kann man Interessenten bzgl. ihrer Eignung beurteilen? Sie an einen Lügendetektor hängen und nach den relevanten Eigenschaften fragen. 14. Welche Schnittstellen benötig das Projekt zur bestehenden Aussenwelt, in die das Projekt zwangsläufig eingebettet ist? Angesichts der Sachlage kann diese 'Zwangsläufigkeit' ja nur temporär sein. Autarkie kann zwar nicht erreicht werden - nichtmal die BRD oder die allermeisten Staaten der Welt sind autark - es wird trotzdem gehen, was gehen muß. 15. Welche Ressourcen können nicht selbst produziert werden und müssen daher von der Welt außerhalb des Projekts bezogen werden? Abgesehen von Luft, Wasser, Holz, Steinen, Kohle und Bauxit sieht es ja mit Bodenschätzen in Deutschland bekanntlich zappenduster aus 16. Ist Autarkie grundsätzlich möglich oder unmöglich? Das kommt ganz auf die Welteroberungspläne an. 😂 17. Welchen maximalen Lebensstandard soll das Projekt bieten? Jeder nur 1 Yacht. 18. Wie soll das Projekt mit der menschlichen Irrationalität umgehen? Mensch_Innen ist es erlaubt, 5 Tage/Monat irre zu spielen, sofern sie sich ordnungsgemäß in ihrem Menstruationskäfig eingeschlossen haben. Wer ansonsten irre spielt, fliegt sofort raus. 19. Welche einmaligen Anlaufkosten entstehen? 20. Welche Kosten entstehen pro neuem Mitglied? Wenn das Ding mehr kostet als es einbringt, ist es ja direkt gescheitert. Anlaufkosten sind schwer zu schätzen, solange es noch kein Geschäftsmodell gibt. | ||


![]() | Altostratus | 22.05.26 19:46 |
Bis hier sollte klar sein, dass aus dem Projekt nichts werden kann, nicht in 1000 Jahren. Nur 1 von vielen Problemen ist die allgemein vorherrschende ZMB-Mentalität. Ausgedrückt lautet das Motto: "Mach mich heil, aber zu meinen Bedingungen". Am besten erklärt mit folgender Anekdote: Beim Psychologen Bonelli meldete eine Patientin einen dringenden Wunsch an: Bis zum Sommer wollte sie eine Bikinifigur haben, damit sie sich wieder am Strand sehen lassen kann (oder eine akzeptable Annäherung an ihr Ideal). Nun gut, kein Problem, sagte der gute Doktor. Man entwickelte gemeinsam eine passende Diät und das psychische Rüstzeug, um gegen Fresslust und eingebildete Hungerattacken gerüstet zu sein. Und nachdem alles soweit perfekt geplant war, sagte die besagte Dame: "Aber wissen sie, Herr Doktor, ich habe da so ein Ritual, das ist mir so lieb geworden; also am Abend, wenn ich mich vor dem Fernseher entspanne, dann lege ich die Füsse hoch, und dann esse ich langsam und mit Genuss eine ganze Tafel Schokolade. Schauns, Doktorchen, ich mach ja alles mit, den Salat und die kleinen Portionen und das, aber meine Schokolade, darauf kann ich nicht verzichten. Gell, Doktor, das muss doch trotzdem gehen, nicht wahr?" | ||
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